Trauer um getöteten Feuerwehrmann im Hochwassereinsatz

Seit dem Wochenende kämpfen tausende Einsatzkräfte gegen die Folgen des Extremunwetters in Bayern und Baden-Württemberg.
Bei der Freiwilligen Feuerwehr Ehrenberg-Pfaffenhofen in Bayern kam ein 42-jähriger Feuerwehrmann nicht wieder vom Einsatz zurück.
Er ist bei einer Rettungsaktion mit dem Boot gekentert und dabei ertrunken.
Ein 22-jähriger Feuerwehrmann aus dem schwäbischen Offingen wird seit der Nacht auf Sonntag vermisst. Auch er ist mit dem Boot im Hochwassereinsatz gekentert.

Aus diesem Grund werden die Einsatzfahrzeuge der Bleckeder Feuerwehren die nächsten Wochen mit Trauerflor fahren.

In Bleckede sind wir “Hochwassererprobt” – nach vier “Jahrhunderthochwassern” an der Elbe wissen wir, wie die Flut uns herausfordert.
Das erste Extremhochwasser im Jahr 2002 traf uns relativ unvorbereitet. Mit provisorischen Dämmen wurde der größte Teil der Orte geschützt.
Jetzt ist bis auf den Heisterbusch und die Bleckeder Elbstraße das gesamte Stadtgebiet durch einen Deich geschützt.
Trotzdem war das Hochwasser 2013 der größte Hochwassereinsatz: Die anrollenden Wassermassen drohten unsere Deiche zu überspülen. Somit wissen wir im Ansatz, was aktuell in den Katastrophengebieten gefühlt wird: Wir müssen helfen!
So funktionieren nicht nur die Feuerwehren – in allen Hilfsorganisationen ist diese Grundeinstellung der Motor unseres Handelns. Wir wollen helfen und wir können helfen!

An der Elbe hat uns bei den letzten Hochwassern unsere Vorbereitungszeit geholfen: Bei Extremregenfällen in Tschechien und Sachsen können wir die Pegelentwicklung beobachten. Wenn sich für unseren Elbabschnitt eine Bedrohung abzeichnet, haben wir noch eine knappe Woche Zeit um im Rahmen der Hochwassereinsatzplanung die erforderlichen Maßnahmen zu treffen.
Wenn das Wasser Bleckede erreicht, stehen die Sandsäcke bereits am Deich!

Und auch jetzt haben wir Glück gehabt:
Die Regengüsse am vergangenen Wochenende hätten auch weiter östlich im Einzugsgebiet der Elbe fallen können – dann wäre jetzt wesentlich mehr Wasser unterwegs zu uns!
Unsere Hochwasser kommen langsam – dann aber mit viel Kraft.
Die Rettungskräfte in den aktuellen Überflutungsgebieten hatten diese Zeit nicht.

An alle Helfer im Einsatzgebiet: Haltet durch und kommt gesund wieder nach Hause.

Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr!

 

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