Alarmübung: Zug III übt in Garze

Am Donnerstag 27. Oktober 19:20 Uhr reißt die Sirene in den Orten Garze, Karze und Rosenthal die Einwohner aus der Vorabendruhe. Die geplante Alarmübung für den Zug 3 beginnt.

Keiner der Kameraden in den drei Orten ahnte etwas, obwohl in dieser Jahreszeit immer eine Alarmübung ansteht. An diesem Abend ging es in den Langen Weg Nr. 1 in Garze, auf den Hof der Familie Anderßon. Die Meldung lautete Scheunenbrand mit vier vermissten Personen. Beim Eintreffen der Garzer Wehr – acht Minuten nach Alarmierung – stellte sich für den Zugführer Thorsten Meyer die Lage folgendermaßen da. Ein Feuer brannte sichtbar auf dem Stoppelacker neben der Scheune. Aus der Scheune drang dichter Rauch. Die drei Kinder des Hofes waren in der Scheune vermisst, der Familienvater wurde nach einem Rettungsversuch ebenfalls vermisst.

Bereits um 18:30 Uhr traf Werner Clavien (Ehrenortsbrandmeister aus Garze) bei den Anderßons ein. Kurze Zeit später kam auch Stadtbrandmeister Henning Banse und brachte eine Nebelmaschine mit. Die wurde auch sogleich in der Scheune getestet. Ein wenig Nebel und schon war kaum mehr etwas zu sehen. Dann kam Werner Backhaus, der sich um ein kleines Feuer auf dem Nachbaracker kümmern sollte.
Ein wenig Wartezeit in der die Nebelmaschine alles gab und dann war es soweit. Die Sirene heulte. Ich schnappte meine Kinder und wir versteckten uns an verschiedenen Orten in der Scheune und warteten was geschah.
Thorsten erkundete die Lage. Neben der Scheune befindet sich ein Ferienhaus (ein umgebauter ehemaliger Stall) mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach die es zu schützen galt. An die Scheune angebaut ein Garagentrakt. Auf der gegenüberliegenden Straßeseite befindet sich ein Unterflurhydrant, der sofort von der Garzer Wehr zum Aufbau der Wasserversorgung genutzt wird. Die TS wird aufgebaut und ein Verteiler vor der Hofeinfahrt gesetzt. Parallel schickt der Atemschutzbeauftragter Stefan Roseland den ersten Trupp von Atemschutzgeräteträger zur Menschenrettung vor. Der erste Trupp betritt ca. 15 Minuten nach Alarmierung die Scheune.
Alles ist Dunkel. Der Nebel ist in der Dunkelheit nicht wahrnehmbar. Wir verhalten uns ruhig, lauschen auf die in die Scheune dringenden Geräusche. Die Tür wird kurz geöffnet, ein Lichtschein dringt in die Scheune. Wir vernehmen den Funkverkehr. Erster Trupp: „Atemschutzüberwachung für Trupp eins. Wir gehen jetzt rein. Rechtehandsuche. Verstanden“. Die Kameraden arbeiten sich im Nebel vor. Man sieht die Hand vor Augen nicht. „Atemschutzüberwachung für Trupp eins. Eine Person gefunden, kommen zum Eingang“. Dann wird das Licht wieder heller. Der erste Trupp kehrt zurück, findet meinen Sohn und mich. Mein Sohn wird raus gebracht, ein weiterer Trupp kommt und bringt mich ins Freie. Dort werde ich an zwei weitere Kameraden übergeben, die mich zum Sammelplatz bringen. Zwanzig Minuten nach Alarmierung bin ich gerettet. Als Letztes wird meine Tochter gefunden.
Zur Abriegelung des Ferienhauses sind zwei C-Rohre verlegt worden und bewässern den Garten (ist ja nur eine Übung). Die Wehr aus Karze traf kurz nach den Garzern ein. Ihr Auftrag: Aufbau einer Wasserleitung vom Bohrbrunnen in Garze ca. 400 m über einen Stoppelacker. Die Schlauchmengen reichen. Die Wehr aus Rosenthal hat den weitesten Weg, trifft als letztes ein und setzt die TS am Bohrbrunnen. Auf der Rückseite der Scheune werden weitere C-Rohre in Betrieb genommen. Nachdem das Feuer auf dem Acker runter gebrannt ist, wird der Rest abgelöscht. In der Zwischenzeit wurde Licht aufgebaut. Die Atemschutzgerätetrupps sind noch in der Scheune beschäftigt, löschen den vermeintlichen Brand und lüften anschließend. Der Nebel verzieht sich.
Nach ca. einer Stunde ist die Übung beendet. Abbau und Abmarsch zum Gerätehaus nach Garze. Stadtbrandmeister Henning Banse bedankt sich bei Werner Clavien und seinen Helfern für die Ausarbeitung und Unterstützung bei der Durchführung der Übung. Und bei Olaf Anderßon, dass er seine Scheune zur Verfügung gestellt hat und der tatkräftigen Unterstützung als Unfallopfer. Banse ist mit dem Einsatz zufrieden, mahnt aber eine bessere Beteiligung an. Damit ging der Übungsabend in Garze zu Ende.

 

Fotos und Bericht: Dr. Olaf Anderßon, FF Garze

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Übergabe der Drehleiter für die Feuerwehr Bleckede

Im Rahmen des Stadtfeuerwehrtages in Göddingen wurde die neue Drehleiter an die Ortsfeuerwehr Bleckede übergeben: Die neue DLAK 23/12 (Drehleiter Automatik mit Korb und einer Nennrettungshöhe von 23 Metern bei einer seitlichen Ausladung von 12 Metern) ist seit 1974 die vierte Drehleiter der Schwerpunktfeuerwehr. Das Besondere: Es ist seit der ersten Drehleiter (DL 18, 18m Länge) aus dem Jahr 1974 wieder eine Neubeschaffung. 1974 wurde die Drehleiter für 120.000 DM gekauft - der Landkreis Lüneburg gab 36.000 DM dazu. (Archiv der Landeszeitung, Ausgabe vom 14. November 1973, Seite 7) Danach folgten die gebraucht gekaufte Drehleiter des Schiffshebewerks Scharnebeck und eine jetzt fast 30 Jahre alte Drehleiter aus der Schweiz. Bürgermeister Dennis Neumann erklärte die Entscheidung zum Neufahrzeug von über 900.000 Euro mit einer Vernunftsentscheidung, in die viele Parameter wie Verlässlichkeit, Wartungskosten und taktische Anforderungen eingeflossen sind. Für die Stadt Bleckede ist ein Hubrettungsfahrzeug kein Luxus sondern ein baurechtlich geforderter Rettungsweg. Der Landkreis Lüneburg unterstützte die Neubeschaffung mit 150.000 Euro aus dem  Strukturentwicklungsfonds. Auch Landrat Jens Böther freut sich über das schlagkräftige Hubrettungsfahrzeug, das im Stadtgebiet Bleckede, im Ostkreis und darüber hinaus eingesetzt werden wird. Stellv. Kreisbrandmeister Dennis Knoblich gratulierte der Stadt Bleckede zu der guten Entscheidung zu einem Neufahrzeug und wünschte der Feuerwehr maximalen Einsatzerfolg mit der Drehleiter. Die Maschinistenausbildung in der Ortsfeuerwehr Bleckede läuft auf Hochtouren - in den nächsten Tagen wird die neue Drehleiter einsatzbereit gemeldet und mit dem Bleckeder Löschzug ausrücken.

Stadtfeuerwehrtag in Göddingen// Wettbewerbe

Nach dem „Spiel ohne Grenzen“ der Kinderfeuerwehren und dem Bundeswettbewerb der Jugendfeuerwehren gingen am Samstag acht Mannschaften beim Stadtwettbewerb der Feuerwehren an den Start. Hier lagen die Gruppen Bleckede 1, Barskamp/ Breetze und Bleckede 2 vorne. Zum Pokalwettbewerb kamen weitere Gruppen aus den Samtgemeinden Dahlenburg, Scharnebeck, Ostheide und Ilmenau dazu. Am Ende siegte Ellringen-Dahlem vor Brackede und Brietlingen. Der Stadtfeuerwehrtag in Göddingen endet heute nicht mit der Siegerehrung: Ab 21:00 Uhr steigt die Blaulicht-Party – mit Public-Viewing. Stadtwettbewerb 2026: 1. Bleckede 1 2. Barskamp/ Breetze 3. Bleckede 2 4. Garze/ Karze 5. Rosenthal 6. Brackede 7. Walmsburg 8. Bleckede 3 Pokalwettbewerb 2026: 1. Ellringen-Dahlem 2. Brackede 3. Brietlingen 4. Bleckede 1 5. Rosenthal 6. Bleckede 2 7. Tosterglope 8. Melbeck 9. Embsen 10. Walmsburg 11. Garze/ Karze 12. Barskamp/ Breetze 13. Bleckede 3 14. Barendorf 15. Gienau