Schwerpunktfeuerwehr Bleckede verabschiedet Orts-BM Thomas Vogel

Schwerpunktfeuerwehr Bleckede verabschiedet Orts-BM Thomas Vogel

Thomas Vogel möchte eigentlich aufs Sofa … aber um 19:40 ist alles anders: Uniform anziehen und ins Auto einsteigen…

Die Überraschung ist groß:

An Feuerwehrgerätehaus sind 50 aktive Kameraden, 12 Kameraden der Altersabteilung und 12 Jugendfeuerwehrmitglieder zur Verabschiedung angetreten.

Der Vorplatz des Gerätehaus ist mit Baumfackeln und Fackeln der Jugendfeuerwehr beleuchtet.
Für die musikalische Begleitung der Veranstaltung sorgt die Bleckeder Blasmusik.

Nach dem Abschreiten der Formation verliest Zugführer Lorenz Reimers den Werdegang des Jugendfeuerwehrmanns Vogel bis zum Hauptbrandmeister Vogel. (siehe Beitrag unten)

Der zukünftige Ortsbrandmeister Axel Bormann überreicht anschließend noch ein Abschiedsgeschenk an Thomas und seine Frau Christine.

Den Höhepunkt der Verabschiedung bildet der Zapfenstreich.

Danke Thomas!

Laudatio anl. der Verabschiedung von OrtsBM Thomas Vogel

Lieber Thomas!

Deine Freiwillige Feuerwehr Stadt Bleckede-Mitte ist heute zu Deinen Ehren angetreten, weil es uns ein großes Bedürfnis ist, Dich nach 17 verdienten Jahren als Ortsbrandmeister gebührend aus Deinem Amt zu verabschieden!

Im Alter von 13 Jahren bist Du der Wehr beigetreten, am 12.01.1971 wurdest Du noch vom damaligen Stadtbrandmeister Otto Lühr als aktives Mitglied verpflichtet.

Das Laufen hast Du in der Feuerwehr in der Gruppe 1 unter Führung von Heinrich Michels gelernt. Auf Heinrich Michels folgten Hermann Pries und Günther Meyer als Deine Gruppenführer, die Deinen Werdegang begleitet haben.

Im Jahre 1988 wurdest Du bereits Löschmeister, weil Du Dich als Jugend- und Kassenwart um die Wehr verdient gemacht hast.

Bis dahin ist vielen Kameraden noch der Anblick in Erinnerung, wie Du mit den beiden Senioren, Hermann Blanquett sen. und Lorenz Reimers sen., Seite an Seite auf dem TLF als Maschinist zu den Einsätzen ausgerückt bist.

Bereits hier warst Du ein Aktivposten in dieser Wehr und hast Dir große Wertschätzung erworben. Die Funktion des Kassenwartes hast Du kurz darauf abgegeben, aber nur, um sofort die verantwortungsvolle Funktion des Gerätewartes auszuüben.

1991 sollte dann Dein Jahr werden. Die Wahl eines neuen Ortsbrandmeisters stand an und schon einige Zeit vorher rumorte es in den eigenen Reihen. Du sagtest mir hierzu später einmal: „Diese Feuerwehr wollte damals den Wechsel!“
Mit breiter Mehrheit wurdest Du dann als Nachfolger von Hermann Blanquett sen. zum Ortsbrandmeister gewählt.

Es ist Dir gelungen, die Feuerwehr in ruhigere Fahrwasser zu leiten.
Überhaupt bist Du ein Mann der ruhigen Töne. Unserem Altbundeskanzler Gerhard Schröder wurde auch eine Politik der ruhigen Hand bescheinigt. Hier schien sie abzufärben, die sozialdemokratische Gesinnung…

Du prägtest in Deinem neuen Amt einen kooperativen Führungsstil, wie er offiziell erst Jahre später in der FwDV 100 erstmalig niedergeschrieben war.

Der kooperative Führungsstil, definiert frei nach Oberst Theodor Bross bedeutet u.a.:

· Entscheidungen nicht alleine treffen
· Andere beteiligen
· Delegieren von Verantwortung, ohne aber die Gesamtverantwortung abzugeben
· Handlungsfreiheit geben

In den erforderlichen Momenten, insbesondere natürlich im Einsatzgeschehen, kam er dann aber auch durch: der notwendige autoritäre Führungsstil. Wenn es erforderlich war, wurde auch schon mal lautstark mit der Faust auf den Tisch gehauen. So manche Anekdoten wurden im Nachhinein darüber erzählt.

Die Einsätze unter Deiner Befehlsgewalt in den vergangenen 17 Jahren sind ungezählt, unter ihnen natürlich die herausragenden „Jahrhunderthochwasser-Einsätze“ in den Jahren 2002 und 2006.
Auch und vielleicht insbesondere die beiden Katastrophenalarme waren typisch für Bleckede, aber insbesondere doch auch für Deine Arbeit:
Sie wurde ohne langes Gerede erfolgreich und schnell zu Ende gebracht, abseits der großen Öffentlichkeit.
Führen durch Vorbild war hier angesagt. Du vorneweg – und Deine Feuerwehr hinterher!

Hierbei hast Du Dir in Deiner Wehr großes Ansehen erworben, hast Du doch nie jemanden bewusst verletzt, vor anderen gar bloßgestellt oder auch sonst wie absichtlich schlecht aussehen lassen.
Vielmehr hast Du jederzeit ein offenes Ohr für die Belange Deiner Mannschaft.

Nicht nur aus diesem Grunde sprach Dir Deine Feuerwehr zwei Mal eindeutig das Vertrauen für eine weitere Amtszeit aus und bekräftigte somit, auch weiterhin von Dir geführt werden zu wollen.

Wie jeder andere auch, hast natürlich auch Du so Deine Macken: Wo war er denn noch gleich, der berühmte schwarze Koffer?

So kontrovers auch in den Kommandositzungen ein ums andere Mal um der Sache willen diskutiert worden ist, umso kameradschaftlicher wurde es dann, als Du der Erste warst, der versöhnlich sagte: „Dann lass’ uns nochmal ‚nen lütten Absacker nehmen!“

Thomas, Du übergibst in diesen Tagen an Deinen Nachfolger Axel Bormann eine gut aufgestellte und funktionierende Schwerpunktfeuerwehr!

In Kürze wirst Du aus dem Ehrenbeamtenverhältnis der Stadt Bleckede entlassen, bleibst uns aber als „Löschknecht“ mit Deiner großen Erfahrung erhalten. Auch diese Uneigennützigkeit sagt viel über Dich aus.

Du bist erst der zwölfte Ortsbrandmeister in der nunmehr schon 134jährigen Geschichte dieser Feuerwehr.

Aber kein Ortsbrandmeister war länger im Amt als Du.

Auch Carl Buckup und Otto Lühr haben jeweils für 17 Jahre die Geschicke dieser Feuerwehr geführt.

Thomas, Du reihst Dich somit ganz vorne ein in die Reihe der ehemaligen Ortsbrandmeister und hast Dir Deinen Platz in der Historie der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Bleckede-Mitte gesichert.

Und wenn in Deiner Ernennungsurkunde zum Ehrenbeamten der Stadt Bleckede geschrieben steht, dass diese Ernennung zum Ortsbrandmeister in der Erwartung vollzogen worden ist, dass Du getreu Deiner Verpflichtung Deine Amtspflicht gewissenhaft erfüllst und Du das Vertrauen rechtfertigen mögest, welches Dir durch eine solche Ernennung bewiesen wird und Dir während dieser gesamten Zeit die Sicherheit der Dir anvertrauten Bleckeder Bürgerinnen und Bürger am Herzen lag,
dann darf ich im Namen einer dankbaren Feuerwehr zum Abschluss nur Folgendes sagen:

„Hauptbrandmeister Thomas Vogel – Auftrag ausgeführt!“

Laudatio anlässlich der Verabschiedung von Ortsbrandmeister Thomas Vogel am 28.03.2008, gehalten durch Zugführer Lorenz Reimers


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Übergabe der Drehleiter für die Feuerwehr Bleckede

Im Rahmen des Stadtfeuerwehrtages in Göddingen wurde die neue Drehleiter an die Ortsfeuerwehr Bleckede übergeben: Die neue DLAK 23/12 (Drehleiter Automatik mit Korb und einer Nennrettungshöhe von 23 Metern bei einer seitlichen Ausladung von 12 Metern) ist seit 1974 die vierte Drehleiter der Schwerpunktfeuerwehr. Das Besondere: Es ist seit der ersten Drehleiter (DL 18, 18m Länge) aus dem Jahr 1974 wieder eine Neubeschaffung. 1974 wurde die Drehleiter für 120.000 DM gekauft - der Landkreis Lüneburg gab 36.000 DM dazu. (Archiv der Landeszeitung, Ausgabe vom 14. November 1973, Seite 7) Danach folgten die gebraucht gekaufte Drehleiter des Schiffshebewerks Scharnebeck und eine jetzt fast 30 Jahre alte Drehleiter aus der Schweiz. Bürgermeister Dennis Neumann erklärte die Entscheidung zum Neufahrzeug von über 900.000 Euro mit einer Vernunftsentscheidung, in die viele Parameter wie Verlässlichkeit, Wartungskosten und taktische Anforderungen eingeflossen sind. Für die Stadt Bleckede ist ein Hubrettungsfahrzeug kein Luxus sondern ein baurechtlich geforderter Rettungsweg. Der Landkreis Lüneburg unterstützte die Neubeschaffung mit 150.000 Euro aus dem  Strukturentwicklungsfonds. Auch Landrat Jens Böther freut sich über das schlagkräftige Hubrettungsfahrzeug, das im Stadtgebiet Bleckede, im Ostkreis und darüber hinaus eingesetzt werden wird. Stellv. Kreisbrandmeister Dennis Knoblich gratulierte der Stadt Bleckede zu der guten Entscheidung zu einem Neufahrzeug und wünschte der Feuerwehr maximalen Einsatzerfolg mit der Drehleiter. Die Maschinistenausbildung in der Ortsfeuerwehr Bleckede läuft auf Hochtouren - in den nächsten Tagen wird die neue Drehleiter einsatzbereit gemeldet und mit dem Bleckeder Löschzug ausrücken.

Stadtfeuerwehrtag in Göddingen// Wettbewerbe

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