Lemgrabe: Scheunenbrand

Einsatz Nr. 12
am 29.01.2010, 09:14
Einsatzstichwort:
Scheunenbrand in Lemgrabe, Anforderung Drehleiter
Einsatzort:
Lemgrabe, SG Dahlenburg
Feuerwehr(en)/ Einheiten :
FF Bleckede (E-08)
Einsatz der Feuerwehren SG Dahlenburg ab 08:42:
Lemgrabe, Gienau, Boize, Seedorf, Dahlenburg, Nahrendorf, Dahlem, Harmstorf, Ellringen
KOM-Gruppr SG Dahlenburg, KBM
Lage/ Maßnahmen:
siehe Pressemeldung

Alarmierte Schleifen FF Bleckede:
65185 Führung
65186 Technik
65132 Einsatzschleife I

Artikel in der Landeszeitung vom 30. Januar 2010:

Großfeuer in Lemgrabe – 200 000 Euro Sachschaden – 1 Verletzter

Lemgrabe (SG Dahlenburg, Lk Lüneburg, Niedersachsen)

Ein Großfeuer hat am frühen Freitagmorgen mehrere Feuerwehren auf den Plan gerufen. Aus bisher unbekannter Ursache geriet eine  40 x 10 Meter große Scheune in Brand.

Gegen 08:40 Uhr wurden neben dem Löschzug 2 der Samtgemeinde Dahlenburg auch die Stützpunktfeuerwehr aus Dahlenburg nach Lemgrabe geschickt. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand die Scheune bereits komplett im Dachbereich in Brand. Sofort wurde der Löschzug 1, die Freiwillige Feuerwehr Nahrendorf-Oldendorf, sowie die Drehleiter aus Bleckede nachalarmiert.

Unter Leitung des Gemeindebrandmeisters Ottmar Möller, setzten die 92 Feuerwehrfrauen und –männer insgesamt 3 B-Rohre, 7 C-Rohre, 1 Wenderohr über die Drehleiter und 16 Trupps unter Atemschutz ein.

Das Feuer konnte erst nach einigen Stunden unter Kontrolle gebracht werden. Stroh das auf dem Dachboden lagerte erschwerte die Löscharbeiten.

Während der gesamten Einsatzdauer wurde die Landesstraße 232 im Bereich der Ortsdurchfahrt Lemgrabe für den Verkehr komplett gesperrt.

Eine Person wurde durch den Rettungsdienst mit einer Rauchgasvergiftung ins Städtische Klinikum nach Lüneburg gebracht.

Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die Mittagsstunden hin.  Gegen 14 Uhr war dann Einsatzende.

Die Feuerwehr Lemgrabe-Dumstorf stellte bis in die Abendstunden eine Brandwache.

Die Polizei schätzt den Sachschaden nach ersten Angaben auf ca. 200 000 Euro.

Im Einsatz:               Stärke: 1/92

Löschzug 1:

Feuerwehr Dahlem:   TSF

Feuerwehr Harmstorf-Köstorf:  TSF

Feuerwehr Ellringen:  TSF

Feuerwehr Dahlenburg: LF 16/25, ELW 1, LF 16/12, GW/Z

Löschzug 2:

Feuerwehr Seedorf: TSF

Feuerwehr Gienau: TSF

Feuerwehr Boitze: TSF-W

Feuerwehr Lemgrabe-Dumstorf: TLF 8 W, TSF

Weitere Kräfte:

Feuerwehr Nahrendorf-Oldendorf: TLF 8/18, LF 16-TS

Feuerwehr Bleckede: DLK 37

FTZ Scharnebeck: GW-Logistik 3

Gemeindebrandmeister

Rettungsdienst: 2 RTW, 1 KTW, 1 NEF

Polizei: 2 FuStW, 1 Kripo

Sonstige: Informations- und Kommunikationsgruppe der Samtgemeindefeuerwehr Dahlenburg, Straßenmeisterei, Presse, Vertreter der Samtgemeinde Dahlenburg

Text/ Fotos: Marc Bergmann, FF Dahlenburg, http://www.feuerwehr-dahlenburg.de


Auch Interessant?

Bleckede: Notfalltüröffnung für den Rettungsdienst

Trotz "Katastrophenjubiläum" geht das Tagesgeschäft weiter: Notfalltüröffnung am Freitagmorgen in Bleckede: Der Notruf kam über den Hausnotruf - beim Eintreffen der Einsatzkräfte war die Tür bereits geöffnet. Kein Einsatz für die Feuerwehr Erforderlich.

Neu Darchau: Feuerwehrboot verunfallt – drei Personen in der Elbe

Am Samstagvormittag endete eine Ausbildung der Feuerwehr Neuhaus/ Elbe mit einem Großeinsatz Das Boot verunfallte aus noch ungeklärter Ursache oberhalb von Neu Darchau: Drei Einsatzkräfte fielen ins Wasser - das Boot havarierte am Elbstrand. Feuerwehren aus der Samtgemeinde Elbtalaue und der Stadt Bleckede wurden für die Rettung alarmiert.  Die Lage war am Anfang unübersichtlich und dynamisch: Die Fähre konnte eine Person mit Schwimmweste sehen - eine andere Person hatten sie Richtung Alt Garge aus den Augen verloren. Die Leitstelle in Lüneburg alarmierte daraufhin Taucher und Rettungshubschrauber. Aufgrund der unklaren Einsatzstelle wurden weitere Feuerwehren von einer Vegetationsbrandausbildung in Alt Garge hinzugezogen. In Neu Darchau waren die drei havarierten Einsatzkräfte schnell gefunden und dem Rettungsdienst übergeben.  Über die Anzahl der verunfallten Einsatzkräfte gab es dann noch Unklarheit - nach kurzer Rücksprache mit der Feuerwehr Neuhaus konnten weitere Vermisste ausgeschlossen werden. Der Gemeindebrandmeister Dirk Stöckmann aus dem Amt Neuhaus kam zur Einsatzstelle und war froh über den glimpflichen Ausgang für seine Feuerwehrmänner. Zwei Einsatzkräfte nahm er wieder mit ins Amt Neuhaus - einer wurde zur Kontrolle ins Krankenhaus gebracht. Dirk Stöckmann dankte den Einsatzkräften der Samtgemeinde Elbtalaue und der Stadt Bleckede: "In so einem Fall können wir uns auf einander verlassen - wenn Feuerwehrkameraden betroffen sind, geht der Puls gleich höher." Das Boot der Feuerwehr Neuhaus wurde geborgen und von der Feuerwehr Walmsburg nach Darchau gebracht und dort aus dem Wasser geholt. "Jetzt hat das Amt Neuhaus kein einsatzfähiges Boot für die Elbe. Das Problem werden wir lösen - Hauptsache den Kameraden geht es gut." fasste Dirk Stöckmann den Einsatz zusammen. --- Wir wünschen den Kameraden aus Neuhaus gute Besserung! ---