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2003 Arbeitsunfall endet für Feuerwehrmann tödlich

Pressemitteilung 13/2003 von KPW LK Lüneburg, Andreas Apeldorn vom 06.02.2003

Arbeitsunfall endet für Feuerwehrmann tödlich

Bei Forstarbeiten am Scharnebecker Inselsee, kam es heute Nachmittag zu einem tragischen Unfall, bei dem ein Mann getötet und einer verletzt wurde.
Mitarbeiter des Bauhofes waren damit beschäftigt am Südufer des Freizeitsees Baumschnittarbeiten durchzuführen. Mit einem ca. 18 Tonnen schwerem Bagger, sowie Traktor und Anhänger fuhren Sie auf die Uferböschung.
Unter der Last muß die Böschung nachgegeben haben. Zumindest löste sich plötzlich eine ca. 30 x 100 m große Erdscholle und trieb auf den See ab. Unter der tonnenschweren Last versanken die Mitarbeiter und das Gerät. Der See ist hier ca. sieben Meter tief.

Einsatzfahrzeuge

Der Fahrer des Baggers konnte sich noch selbst retten. Der Fahrer des Traktor, ein Scharnebecker Feuerwehrmann war zunächst in der Lage sich über Wasser zu halten. Dann versank er aber im Strudel der heruntergesogenen Geräte.
Die Einsatzleitstelle Lüneburg löste sofort „Tauchereinsatz groß“ aus. Dazu wurden die Wehren der Stadt Lüneburg u . A. mit der Tauchergruppe, der Stadt Bleckede und Scharnebeck mit Ihren Booten alarmiert. Rettungsdienst und Notarzt, leitender Notarzt und der Leiter Rettungsdienst machten sich ebenfalls auf den Weg.
Weiterhin wurden vorsorglich Taucherkräfte aus den benachbarten Landkreisen Uelzen und Kreis Herzogtum Lauenburg alarmiert, die aber nicht mehr zum Einsatz kamen und abbestellt wurden.
Kreisbrandmeister Werner Meyer übernahm die Einsatzleitung, übergab sie später an seinen Stellvertreter Torsten Hensel.
Die DLRG Ortsgruppen Adendorf/Scharbebeck und Lüneburg unterstützten die Feuerwehrtauscher u. A. mit Booten und bei Ihrer Arbeit, leider vergeblich.
Nach ca. 2 Stunden konnte der Mitarbeiter nur noch tot aus dem kalten Wasser geborgen werden.

Legen_der_Olsperre_

Ein Notfallseelsorger wurde zur Betreuung der Einsatzkräfte und Angehörigen bzw. Mitarbeiter vor Ort nachalarmiert, denn es stellte sich schnell heraus, dass es sich bei dem Opfer um den Scharnebecker Feuerwehrmann Günther R. handelte. Er hinterlässt eine Frau und eine vier Wochen alte Tochter. Er hatte erst vor rund sechs Wochen geheiratet.
Auf dem Inselsee wurde vorsorglich eine Ölsperre gelegt, um die auslaufenden Flüssigkeiten aufzufangen.
Das versunkene Gerät muß nun von einer Spezialfirma geborgen werden. Bis dahin wird die Einsatzstelle großräumig abgesperrt.

Eingesetzte Fahrzeuge und Kräfte :
FF Scharnebeck :
1 x TLF 16/25, 1 x LF 16/12, 1 x ELW

F Bleckede :
1 x LF 16 TS, 1 x ELW, 1 x MZB

FF Lüneburg :
1 x TLF 16/25, DL 23/12, 1 x GW-AS, 1 x MZB, 2 x MTW

Feuerwehr Technische Zentrale (FTZ) :
1 x RW 2, 1 x MZF, 1x MZB, 1 WLF

Sonstige :
KBM, stellv. KBM, GBM Scharnebeck, KPW, 1 x NEF, 1 x RTW, DLRG
OG Adendorf/Scharnebeck & Lüneburg, LNA, Leiter RD, Notfallseelsorger

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