2003 Feuer in Mehrfamilienhaus

Pressemitteilung 14/2003 von KPW LK Lüneburg, Andreas Apeldorn vom 15.02.2003

Feuer in Mehrfamilienhaus, Frau konnte sich selbst retten

Ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus in der Stadtmitte von Bleckede, richtete am Samstag Mittag hohen Sachschaden an, eine Mieterin konnte sich selbstständig retten. Das erste Stockwerk des Gebäudes in der „Breiten Straße 3“ wurde erheblich durch Brand – und Raucheinwirkung beschädigt, und ist vorerst unbewohnbar.

Drehleiter_im_Einsatz

Um 13.16 Uhr wurde beide Alarmschleifen der Stadtfeuerwehr Bleckede ausgelöst. Die erste Meldung lautete : „Dachstuhlbrand!“. Das erste Fahrzeuge war bereits nach zwei Minuten am Einsatzort. Unter schwerem Atemschutz gingen sofort zwei Kameraden mit einem C-Strahlrohr vor. Die Bewohnerin der Mietwohnung konnte hatte sich zuvor selber retten können. Sie berichtete, dass das Feuer nach einer Verpuffung in der Küche ausgebrochen sei. Im Herdbereich der Küche hatten sich die Flammen schnell durch die Zwischendecke in den oberen Bereich des Dachgeschosses gefressen. Unter Zuhilfenahme der Drehleiter wurde ein zweiter Löschangriff von außen vorgenommen. In diesem Moment kam es zu einer Durchzündung zum Dachgeschoß. Das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte einen Komplettbrand des Gebäudes im oberen Bereich verhindern. Durch die erhebliche Hitze – und Rauchentwicklung wurden fast sämtliche Nachbarwohnungen des ersten Stocks schwer beschädigt und für längere Zeit unbewohnbar. Weitere Atemschutztrupps wurden nun zur weiteren Erkundung im Haus eingesetzt. Hierbei wurde eine Katze verletzt gerettet, eine weitere konnte nur noch tot geborgen werden.

Gebaude_von_aussen

Einsatzleiter Thomas Vogel hatte mit 35 Mann Mühe in dem alten verwinkelten Gebäude, das ehemals eine Gastwirtschaft war, alle Räume zu sichten und im weiteren Verlauf der Löscharbeiten, die immer wieder auftauchenden Glutnester abzulöschen. Hierzu wurde u. A. von außen die Dachhaut an mehreren Stellen aufgenommen. Insgesamt waren 14 Trupps mit je zwei Mann unter schwerem Atemschutz im Einsatz.

„Wenn wir die Drehleiter nicht gehabt hätten, wäre der ganze Einsatz vermutlich ganz anders verlaufen“; resumierte der stellv. Ortsbrandmeister Hermann Blanquett jun.

Beim späteren Eintreffen von Familienangehörigen an der Einsatzstelle, wurden diese zusammen mit der Mieterin vorsorglich von einem Hausarzt betreut.

Nach ersten Einschätzungen des Brandgutachters, könnte der Brand im Bereich der Dunstabzugshaube durch Selbstentzündung entstanden sein, Klarheit werden weitere Unersuchungen geben. Der direkte Brandschaden wird auf ca. € 75 – 100.000 ,– geschätzt. Die Wohnungen bleiben bis auf unbestimmte Zeit unbewohnbar, und wurden von der Polizei gesperrt.

Eingesetzte Kräfte und Fahrzeuge :

FF Bleckede

1 x TLF 16/25, 1 x LF 16/12, 1 x LF 16 TS, 1 x DL 16/4, 1 ELW, 1 x MTW

Sonstige :

OBM Bleckede, stellv. StBM Bleckede, KPW, POL

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