Walmsburg: Kooperation mit der Feuerwehr Neu Darchau/Schutschur

Wenn’s brennt, hilft Walmsburg im Nachbarlandkreis
 
Bei größeren Bränden wird die Freiwillige Feuerwehr Walmsburg aus dem Landkreis Lüneburg künftig auch in den lüchow-dannenbergischen Nachbarorten Katemin und Neu Darchau tätig, um die zuständige Feuerwehr Neu Darchau/Schutschur schnell zu unterstützen. Dies ist die große Neuigkeit der aktuellen Brandeinsatz- und Alarmierungspläne.
 
Das Aufstellen von Freiwilligen Feuerwehren ist Sache der Kommunen. Zumindest auf dem Papier endet die Zuständigkeit einer Wehr also spätestens an der Landkreisgrenze  – im Ernstfall agieren die Feuerwehren natürlich schon immer flexibler. Da sowohl Walmsburg und Neu Darchau/Schutschur als Elbanrainer mit einem Feuerwehrboot ausgestattet sind, gehören auch gemeinsame Einsätze und Übungen auf dem Strom schon länger zum Programm beider Wehren. Ab sofort werden die Walmsburger auch zu Brandeinsätzen an Land nach Katemin und Neu Darchau gerufen werden können. Dies ist eine logische Konsequenz aus der Lage der Ortschaften: zwischen Walmsburg und Katemin, wo die Kreisgrenze über die Landstraße 231 verläuft, sind es gerade einmal zwei Kilometer. Im Gegensatz zu anderen Nachbarwehren aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg wären die Kreis-Lüneburger aus Walmsburg also schnell vor Ort.
 
„Im Brandfall sind manchmal Sekunden entscheidend, um größeren Schaden von Personen und Sachwerten abzuwenden.“, unterstreicht Thomas Lütjens, Ortsbrandmeister Neu Darchau/Schutschur, die Notwendigkeit der Kooperation. Die kleinere Ortswehr Walmsburg fungiert also unterstützend als schnelle Eingreiftruppe für die Stützpunktfeuerwehr Neu Darchau/Schutschur, die von Katemin und Neu Darchau abgesehen sogar für ein noch viel größeres Einsatzgebiet zuständig ist. Umgekehrt werden die Neu Darchauer übrigens nicht zu Einsätzen nach Walmsburg gerufen werden müssen: hier erhält die Feuerwehr bei Bränden bereits heute Unterstützung von den nächstgelegenen Feuerwehren des Landkreises Lüneburg, u. a. Barskamp. Die Einsatzhilfe verläuft also „einspurig“ in Richtung Lüchow-Dannenberg.
 
Kameradschaftlich und professionell, wie Feuerwehrleute nun mal sind, fürchtet man sich in Walmsburg dadurch jedoch nicht vor unangenehmer Mehrbelastung. „Die Beziehung zwischen Walmsburg und Neu Darchau war ja schon immer sehr  lebendig, ob bei der Feuerwehr oder im Alltag.“ beschreibt Walmsburgs Ortsbrandmeister Friedhelm Hinrichs die traditionell gute Nachbarschaft der beiden Elbdörfer: „Wir Walmsburger kommen immer gern zu euch und euren Veranstaltungen.“  Dieser Zusammenhalt werde durch künftige gemeinsame Übungen, von denen die erste spätestens im Juni stattfindet, nur noch weiter intensiviert.  „Und wenn es nach uns geht, bleibt es natürlich auch bei Übungen und Feiern statt Feuern.“ – so wünschen Lütjens und Hinrichs sich und ihren Kameraden einhellig wenig Einsätze.

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Foto:
Gute Nachbarschaft – landkreisübergreifend:
Die Ortsbrandmeister Friedhelm Hinrichs aus Walmsburg (Landkreis Lüneburg) und Thomas Lütjens aus Neu Darchau (Landkreis Lüchow-Dannenberg), v. l., bei der ersten gemeinsamen Vorstandssitzung.

Bericht/ Foto: Daniel Dreyer, Pressewart Feuerwehr Walmsburg

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Übergabe der Drehleiter für die Feuerwehr Bleckede

Im Rahmen des Stadtfeuerwehrtages in Göddingen wurde die neue Drehleiter an die Ortsfeuerwehr Bleckede übergeben: Die neue DLAK 23/12 (Drehleiter Automatik mit Korb und einer Nennrettungshöhe von 23 Metern bei einer seitlichen Ausladung von 12 Metern) ist seit 1974 die vierte Drehleiter der Schwerpunktfeuerwehr. Das Besondere: Es ist seit der ersten Drehleiter (DL 18, 18m Länge) aus dem Jahr 1974 wieder eine Neubeschaffung. 1974 wurde die Drehleiter für 120.000 DM gekauft - der Landkreis Lüneburg gab 36.000 DM dazu. (Archiv der Landeszeitung, Ausgabe vom 14. November 1973, Seite 7) Danach folgten die gebraucht gekaufte Drehleiter des Schiffshebewerks Scharnebeck und eine jetzt fast 30 Jahre alte Drehleiter aus der Schweiz. Bürgermeister Dennis Neumann erklärte die Entscheidung zum Neufahrzeug von über 900.000 Euro mit einer Vernunftsentscheidung, in die viele Parameter wie Verlässlichkeit, Wartungskosten und taktische Anforderungen eingeflossen sind. Für die Stadt Bleckede ist ein Hubrettungsfahrzeug kein Luxus sondern ein baurechtlich geforderter Rettungsweg. Der Landkreis Lüneburg unterstützte die Neubeschaffung mit 150.000 Euro aus dem  Strukturentwicklungsfonds. Auch Landrat Jens Böther freut sich über das schlagkräftige Hubrettungsfahrzeug, das im Stadtgebiet Bleckede, im Ostkreis und darüber hinaus eingesetzt werden wird. Stellv. Kreisbrandmeister Dennis Knoblich gratulierte der Stadt Bleckede zu der guten Entscheidung zu einem Neufahrzeug und wünschte der Feuerwehr maximalen Einsatzerfolg mit der Drehleiter. Die Maschinistenausbildung in der Ortsfeuerwehr Bleckede läuft auf Hochtouren - in den nächsten Tagen wird die neue Drehleiter einsatzbereit gemeldet und mit dem Bleckeder Löschzug ausrücken.

Stadtfeuerwehrtag in Göddingen// Wettbewerbe

Nach dem „Spiel ohne Grenzen“ der Kinderfeuerwehren und dem Bundeswettbewerb der Jugendfeuerwehren gingen am Samstag acht Mannschaften beim Stadtwettbewerb der Feuerwehren an den Start. Hier lagen die Gruppen Bleckede 1, Barskamp/ Breetze und Bleckede 2 vorne. Zum Pokalwettbewerb kamen weitere Gruppen aus den Samtgemeinden Dahlenburg, Scharnebeck, Ostheide und Ilmenau dazu. Am Ende siegte Ellringen-Dahlem vor Brackede und Brietlingen. Der Stadtfeuerwehrtag in Göddingen endet heute nicht mit der Siegerehrung: Ab 21:00 Uhr steigt die Blaulicht-Party – mit Public-Viewing. Stadtwettbewerb 2026: 1. Bleckede 1 2. Barskamp/ Breetze 3. Bleckede 2 4. Garze/ Karze 5. Rosenthal 6. Brackede 7. Walmsburg 8. Bleckede 3 Pokalwettbewerb 2026: 1. Ellringen-Dahlem 2. Brackede 3. Brietlingen 4. Bleckede 1 5. Rosenthal 6. Bleckede 2 7. Tosterglope 8. Melbeck 9. Embsen 10. Walmsburg 11. Garze/ Karze 12. Barskamp/ Breetze 13. Bleckede 3 14. Barendorf 15. Gienau