Gefahrguteinsätze gemeinsam bewältigen

Bleckede, Dahlenburg und Ostheide arbeiten bei Gefahrgutunfällen zukünftig enger zusammen

 

Nach wenigen Gesprächen waren sich die Gruppenführer der Gefahrgutgruppen sowie die Stadt- und Gemeindebrandmeister aus Bleckede, Dahlenburg und der Ostheide einig:
Tagsüber reicht eine Gefahrgutgruppe zur Abarbeitung einer Schadenslage unter Chemikalienschutzanzügen nicht aus. Zukünftig werden sich die Gefahrgutgruppen der drei Gemeinden ergänzen und enger zusammenarbeiten.
Jede Gefahrgutgruppe bleibt eine eigenständige Einheit mit Schutzanzügen und Ausrüstung für den Ersteinsatz mit Gefahrstoffen. Nur so kann die Spezialausrüstung schnell am Einsatzort sein. Allerdings werden die Gefahrgutgruppen der Nachbargemeinden tagsüber generell zur Unterstützung hinzugezogen.
Damit die Zusammenarbeit im Einsatzfall reibungslos klappt, trafen sich am vergangenen Freitag knapp 40 Einsatzkräfte der Gefahrgutgruppen im Feuerwehrhaus Bleckede.
Hier stellten die drei Gefahrgutgruppenführer die Organisation der Gruppen und die Arbeitsweisen vor.
Auf dem Vorplatz am Feuerwehrhaus wurde die Ausrüstung der einzelnen Einheiten vorgestellt.
Die einheitliche Ausbildung der Gefahrgutspezialisten an der FTZ in Scharnebeck sowie der NABK (Niedersächsische Akademie für Brand- und Katastrophenschutz, ehemals Landesfeuerwehrschule) macht die Zusammenarbeit einfach. Die Schutzanzüge sowie Teile der Ausrüstung sind vor zehn Jahren gemeinsam beschafft worden – Somit ist das Material identisch und kann ohne großen Schulungsaufwand gemeinsam genutzt werden.
Ostheides Gemeindebrandmeister Horst Holtmann freut sich über die Entwicklung: „Im Brandeinsatz kann ich als Verstärkung die Nachbarfeuerwehr alarmieren. Fachpersonal für Gefahrguteinsätze hat allerdings lange Anmarschzeiten. Die engere Zusammenarbeit der Gruppen erhöht die Einsatzeffizienz und die optimierte Alarmierung stellt zu Einsatzbeginn eine ausreichende Zahl an Gefahrgutspezialisten sicher.“
Zukünftig sollen gemeinsame Unterrichte und Übungen folgen. Zum Glück sind die Gefahrgutgruppen nur selten im Ernstfall gefordert – Aber für diesen Fall sind die Gefahrgutgruppen aus Bleckede, Dahlenburg und der Ostheide gut gerüstet!

 


Fotos von Henning Wanke:
Foto 1: Matthias Ladewig erklärt die Ausrüstung des Dahlenburger Gefahrgutanhängers
Foto 2: Heiko Deetz erklärt die Beladung der Gerätewagens der Gefahrgutgruppe Bleckede
Foto 3: Archivfotos – Übung der Gefahrgutgruppe Bleckede in Chemikalienschutzanzügen

 

Auch Interessant?

Fachmodul Vegetationsbrandbekämpfung on Tour

Die Feuerwehren Rosenthal und Alt Garge sind mit dem Abrollbehälter Vegetationsbrandbekämpfung viel unterwegs: Heute stellen die Einsatzkräfte das „Fachmodul Vegetationsbrandbekämpfung 02“ des niedersächsischen Katastrophenschutz auf dem Flugplatz Lüneburg aus. Der Anlass ist das Flugplatzfest. Natürlich gibt es noch viel mehr zu entdecken - auch viel Feuerwehr :-) Abrollbehälter Vegetationsbrandbekämpfung (AB VEG): Der Abrollbehälter Vegetationsbrandbekämpfung (AB VEG) dient der Einrichtung eines Behelfslande- und/oder Wasseraufnahmeplatzes für Helikopter und dem Transport umfangreicher Ausrüstung zur Vegetationsbrandbekämpfung. Er ist zum einen Werkzeugkasten für bodengebundene Einsatzkräfte und enthält zum anderen diverse Einsatzmittel, welche für die professionelle Unterstützung für luftgebundene Brandbekämpfung benötigt wird. Besonderheiten: – Löschwasseraußenlastbehälter Bambi-Bucket mit 1.000 Liter Fassungsvermögen – ein flexibler Löschwassertank mit 36.000 Liter Fassungsvermögen – eine tragbare Pumpe PFPN 10-1000 sowie – umfangreiches Schlauchmaterial und vegetationsbrandspezifisches Werkzeug

Übergabe der Drehleiter für die Feuerwehr Bleckede

Im Rahmen des Stadtfeuerwehrtages in Göddingen wurde die neue Drehleiter an die Ortsfeuerwehr Bleckede übergeben: Die neue DLAK 23/12 (Drehleiter Automatik mit Korb und einer Nennrettungshöhe von 23 Metern bei einer seitlichen Ausladung von 12 Metern) ist seit 1974 die vierte Drehleiter der Schwerpunktfeuerwehr. Das Besondere: Es ist seit der ersten Drehleiter (DL 18, 18m Länge) aus dem Jahr 1974 wieder eine Neubeschaffung. 1974 wurde die Drehleiter für 120.000 DM gekauft - der Landkreis Lüneburg gab 36.000 DM dazu. (Archiv der Landeszeitung, Ausgabe vom 14. November 1973, Seite 7) Danach folgten die gebraucht gekaufte Drehleiter des Schiffshebewerks Scharnebeck und eine jetzt fast 30 Jahre alte Drehleiter aus der Schweiz. Bürgermeister Dennis Neumann erklärte die Entscheidung zum Neufahrzeug von über 900.000 Euro mit einer Vernunftsentscheidung, in die viele Parameter wie Verlässlichkeit, Wartungskosten und taktische Anforderungen eingeflossen sind. Für die Stadt Bleckede ist ein Hubrettungsfahrzeug kein Luxus sondern ein baurechtlich geforderter Rettungsweg. Der Landkreis Lüneburg unterstützte die Neubeschaffung mit 150.000 Euro aus dem  Strukturentwicklungsfonds. Auch Landrat Jens Böther freut sich über das schlagkräftige Hubrettungsfahrzeug, das im Stadtgebiet Bleckede, im Ostkreis und darüber hinaus eingesetzt werden wird. Stellv. Kreisbrandmeister Dennis Knoblich gratulierte der Stadt Bleckede zu der guten Entscheidung zu einem Neufahrzeug und wünschte der Feuerwehr maximalen Einsatzerfolg mit der Drehleiter. Die Maschinistenausbildung in der Ortsfeuerwehr Bleckede läuft auf Hochtouren - in den nächsten Tagen wird die neue Drehleiter einsatzbereit gemeldet und mit dem Bleckeder Löschzug ausrücken.