Einsatz Nr. 162
am 11.10.2026, 22:40
Einsatzstichwort:
B2
Einsatzort:
Preten, Amt Neuhaus
Feuerwehr(en)/ Einheiten:
Diverse Feuerwehren Amt Neuhaus
FF Boizenburg
Stadt Bm (03:30)
Rettungsdienst
Polizei
FTZ
Lage/ Maßnahmen:
Führungsunterstützung beim Gebäudebrand in Preten durch Bleckeder Stadtbrandmeister – die kompletten Pressemitteilungen der Feuerwehr Amt Neuhaus und der Polizei lest ihr auf unserer Homepage.
#wirsindderostkreis
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Pressemitteilung Feuerwehr Amt Neuhaus/ Claudia Harms:
Pressemitteilung vom 12.10.2026 – Gebäude in Vollbrand in Preten
Nächtlicher Gebäudebrand dauert bis in Morgenstunden
Schwierige Einsatzbedingungen durch Asbestplatten
Preten. Zu einem Brand der Kategorie „klein“ wurden in der Nacht zu Montag die Freiwilligen Feuerwehren Dellien und Neuhaus/Elbe um 22.40 Uhr nach Preten in die Dorfstraße alarmiert. Gemeldet wurde ein unklarer Feuerschein in einem leerstehenden Gebäude.
Erhöhung des Einsatzstichwortes auf Gebäudebrand
Aufgrund der Aussage des Anrufers in der Leitstelle Lüneburg, der Knallgeräusche vernahm, wurde schon beim Eintreffen der ersten Wehr das Stichwort auf B2, also auf einen Gebäudebrand erhöht.
Infolgedessen wurden um 22:49 Uhr die Feuerwehren Haar, Sumte und Zeetze, sowie Stapel mit dem Atemschutzanhänger und die Kommunikationsgruppe der Feuerwehr alarmiert. Zusätzlich kamen die Drehleiter und ein Tanklöschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Boizenburg zur Einsatzstelle. Die Boizenburger wurden aufgrund des Einsatzstichwortes automatisch alarmiert.
Die Unterstützung aus Mecklenburg-Vorpommern konnte zeitnah wieder einrücken, da sie für die Gegebenheiten vor Ort und den Einsatz nicht zwingend benötigt wurden. Im Verlauf des Einsatzes wurde auch der Bleckeder Stadtbrandmeister Falk Bardenhagen zur weiteren Unterstützung und Absprache, sowie ein Logistikfahrzeug der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) aus Scharnebeck. Letzteres diente dem Austausch und der Bereitstellung von bereits eingesetztem beziehungsweise verbrauchtem Material.
Zusätzliche Gefahren an der Einsatzstelle
Die Herausforderung für die Einsatzkräfte vor Ort war nicht nur der Vollbrand eines leerstehenden Gebäudes, Kälte und die starke Rauchbelastung, sondern das mit Wellasbestplatten gedeckte Dach. Die Feuerwehrleute konnten zum Großteil nur unter Atemschutz vorgehen. Es wurden zur koordinierten Abarbeitung mehrere Einsatzabschnitte gebildet und zwei nahegelegene Bohrbrunnen zur Wasserentnahme genutzt.
Gelöscht wurde von allen Seiten des Gebäudes. Mehrere Strahlrohre und Atemschutztrupps befanden sich dabei im Einsatz. Ein Wasserwerfer wurde zusätzlich aufgebaut. Das Übergreifen auf benachbarte Gebäude konnte erfolgreich verhindert werden.
Gezielten und koordinierten Einsturz des Giebels veranlasst
Bereits eine Stunde nach der Alarmierung war der Dachstuhl fast vollständig runtergebrannt. Gegen 2 Uhr in den Morgenstunden konnte die Meldung „Feuer unter Kontrolle“ gegeben werden. Um ein kontrolliertes Abbrennen des Gebäudes zu ermöglichen, wurde mithilfe eines Teleskopladers der Agrarvereinigung eG Darchau ein Giebel des Hauses gezielt zum Einsturz gebracht. Die Firma rückte dankenswerterweise noch in der Nacht mit dem entsprechenden Gerät an und stellte damit eine schnelle Hilfe in den anhaltenden Einsatzmaßnahmen dar.
Im Anschluss brachten die Feuerwehrleute mit Schwerschaumrohren einen Schaumteppich auf die Ruine auf, um das Brandgut abzukühlen. Wie der Name sagt, ist der Schaumteppich dicht, haftend, schwer und legt sich auf das brennende Material, um es auszukühlen.
Um 4 Uhr wurde „Feuer aus“ gemeldet und die Nachlösch- und Aufräumarbeiten begonnen.
Neben den ca. 70 Feuerwehrleuten befanden sich auch die Polizei, der Rettungsdienst, die DRK Ortsgruppe Neuhaus vor Ort. Der Einsatz dauerte bis Montagmorgen 08.00 Uhr an. Eine Brandwache wurde durch die Feuerwehr Dellien eingerichtet.
Die Kreisstraße K55 war für die Dauer des Einsatzes voll gesperrt. Bei den Aufräumarbeiten galt es vor allem, diverses Material und auch die Einsatzkleidung einiger Feuerwehrleute, welche durch das Freilegen von Fasern der beschädigten Asbestplatten kontaminiert wurden, fachgerecht zu verpacken und durch eine Spezialfirma reinigen zu lassen.
Pressemitteilung der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen:
++ Vollbrand eines leerstehenden Bauernhauses ++ 80.000 Euro Sachschaden ++ keine Verletzten ++ Ermittlungen zur Brandursache dauern an ++
Amt Neuhaus, OT. Preten
In der Gemeinde Amt Neuhaus kam es am Sonntag, dem 11.10.2026, gegen 22:45 Uhr in der Dorfstraße in Preten zu einem Vollbrand eines leer stehenden Bauernhauses. Ein Anwohner wurde durch laute Knallgeräusche aus dem Schlaf geweckt. Bei einer Nachschau stellte er zunächst einen Lichtschein und kurz darauf eine massive Rauchentwicklung sowie Flammen im Bereich des Nachbargebäudes fest. Das betroffene, etwa 240 Quadratmeter große Bauernhaus befand sich zum Zeitpunkt der Feststellung bereits im Vollbrand. Die Knallgeräusche, die während des Brandes deutlich wahrnehmbar waren, resultierten nach ersten Erkenntnissen aus Verpuffungen der asbesthaltigen Dachplatten (Eternit). Die Feuerwehr war mit zahlreichen Einsatzkräften der umliegenden Ortswehren, der Technischen Feuerwehr des Landkreises sowie Kräften aus Boizenburg vor Ort, um das Feuer zu bekämpfen. Ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbarschaft konnte verhindert werden; eine Gefährdung für Anwohner durch Rauch wurde nicht angenommen. Es entstand ein Sachschaden von etwa 80.000 Euro. Verletzt wurde niemand.
Die Ermittlungen zur Brandursache sind derzeit noch offen, da das Gebäude in Brand geraten ist, ohne dass die genaue Ursache bekannt ist.
Hinweise zur Brandursache nimmt die Polizei Lüchow, Tel. 05841-122-0, entgegen.
Fotos: Feuerwehr Amt Neuhaus
Feuerwehr Bleckede Ehrenamtlich. Für Bleckede. 


