Ausbildung für den Einsatz von Hubschraubern mit Außenlastbehältern

Es war eine besondere Ausbildung am Samstag auf einem Acker zwischen Barskamp und dem Köstorfer Berg:
Die Feuerwehren aus dem Stadtgebiet erhielten für das Fachmodul Vegetationsbrandbekämpfung des Landes Niedersachsen die zweite Ausbildung zum Einsatz von Außenlastbehältern an Hubschraubern.
Organisiert wurde das Training von der Feuerwehr Rosenthal mit Unterstützung des Niedersächsischen Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) – mit dabei waren die Hubschrauberstaffel der Polizei Niedersachen sowie die Firma KMN Koopmann mit jeweils einem Helikopter. (Informationen zur Fa. KMN unten)
Nach einem kurzen Theorieteil durch Julian Reinsberg vom NLBK im Feuerwehrhaus Barskamp gab es die Sicherheitseinweisung durch die Piloten am Helikopter.
Bei sonnigem Wetter herrschten ideale Übungsbedingungen. Die Aufgabe hört sich einfach an:
Die Außenlastbehälter der Hubschrauber müssen gefüllt werden.

Der 32-Kubikmeter-Behälter war bereits durch Tanklöschfahrzeuge des Vegetationsbrandbekämpfungszuges und ein Güllefass befüllt worden. Aus diesem offenen Behälter kann der Hubschrauber Wasser wie aus einem offenen Gewässer entnehmen.
Wesentlich anstrengender ist der Einsatz mit dem Füllrohr. Hier wird der Behälter von der Bodenmannschaft manuell gefüllt. Die Abwinde, die die Rotorblätter dabei erzeugen, sind enorm. Die Einsatzkräfte sind dabei Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h ausgesetzt. Hier sind eng anliegende Kleidung und Helme mit Schutzbrillen erforderlich.

In der Ausbildung wurde das Wasser auf der anderen Straßenseite über dem Wald gleich wieder abgeworfen – diese hohe Umlaufgeschwindigkeit forderte die Einsatzkräfte zusätzlich. Im Einsatz muss der Weg zwischen Abwurfstelle und Befüllung möglichst kurz gehalten werden – somit ist die hohe Umlaufgeschwindigkeit realistisch.

Für diese besondere Einsatzaufgabe ist ein Abrollbehälter Vegetationsbrandbekämpfung (AB VEG) in Bleckede stationiert (Informationen zum AB VEG unten). Er dient der Einrichtung eines Behelfslande- und/oder Wasseraufnahmeplatzes für Helikopter und dem Transport umfangreicher Ausrüstung zur Vegetationsbrandbekämpfung.
Die  Feuerwehren Alt Garge und Rosenthal sind gemeinsam für den Einsatz dieser umfangreichen Ausrüstung verantwortlich.

Ein Fazit der Teilnehmer: Eine gut organisierte und spannende Ausbildung bei bestem Wetter! Die Bodenmannschaften mit dem Füllrohr hatten viel Dreck und ein Lächeln im Gesicht ;-)

Weitere Informationen:

Abrollbehälter Vegetationsbrandbekämpfung (AB VEG)
Der Abrollbehälter Vegetationsbrandbekämpfung (AB VEG) dient der Einrichtung eines Behelfslande- und/oder Wasseraufnahmeplatzes für Helikopter und dem Transport umfangreicher Ausrüstung zur Vegetationsbrandbekämpfung. Er ist zum einen Werkzeugkasten für bodengebundene Einsatzkräfte und enthält zum anderen diverse Einsatzmittel, welche für die professionelle Unterstützung für luftgebundene Brandbekämpfung benötigt wird. Besonderheiten:
– Löschwasseraußenlastbehälter Bambi-Bucket mit 1.000 Liter Fassungsvermögen
– ein flexibler Löschwassertank mit 36.000 Liter Fassungsvermögen
– eine tragbare Pumpe PFPN 10-1000 sowie
– umfangreiches Schlauchmaterial und vegetationsbrandspezifisches Werkzeug
Für den Niedersächsischen Katastrophenschutz sind vier dieser Abrollbehälter beschafft worden.

Überörtliche Züge für die Vegetationsbrandbekämpfung
Alle Gemeinden im Lüneburger Ostkreis haben Züge für den überörtlichen Einsatz definiert:
– Technische Hilfe leicht (Starkregen/ Überflutung/ Einsatz von Tauchpumpen)
– Brandbekämpfung (Atemschutzgeräteträger/ Ablösung von Einheiten bei Brandeinsätzen)
– Vegetationsbrandbekämpfung (Schwerpunkt auf Tanklöschfahrzeuge, Wassertransport)
Durch die vordefinierten Züge können diese Unterstützungseinheiten sehr schnell ausrücken und der Grundschutz in der entsendenden Gemeinde bleibt erhalten.

KMN Koopmann Helicopter GmbH
Seit 2020 stellt das Land Niedersachsen gesicherte Hubschrauberkapazitäten für die luftgebundene Einsatzunterstützung. Die durch Vergabeverfahren beauftragte Dienstleistung wird für den Zeitraum 01.04. bis 30.09. eines Jahres durch die Firma KMN gestellt.
Ab Waldbrandwarnstufe 4 ist ein Helikopter des Typ AS 350 mit einem 1.000 Liter Bambi-Bucket sowie einem Außenlast-Transportnetz und geschulter Crew für das Land Niedersachsen abgestellt. Von der Heimatbasis in Sommerland startet der Dienstleister nach Alarmierung umgehend und ist im Durchschnitt nach 60 Minuten am Einsatzort.

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Löschgruppenfahrzeug in Brackede offiziell in Dienst gestellt

Am Samstag waren gefühlt alle 196 Einwohner von Brackede bei der Feuerwehr: Das von der Stadt Bleckede gebraucht beschaffte Löschfahrzeug wurde offiziell in Dienst gestellt. Der Beginn war eine Anzeige auf einem Verkaufsportal und eine Nachricht an den Stadtbrandmeister. Dann ging es ganz schnell: Obwohl die Feuerwehr Brackede bei der Beschaffung neuer Tragkraftspritzenfahrzeuge ganz oben auf der Prioritätenliste stand, wollte die Feuerwehr dieses Gebrauchtfahrzeug beschaffen. Unterm Strich eine klassische Win-Win-Situation: Für die Stadt war das gebrauchte Fahrzeug günstiger als ein Neufahrzeug und für die Feuerwehr hat das Löschgruppenfahrzeug einen wesentlich höheren Einsatzwert als ein Tragkraftspritzenfahrzeug. Aktuell hat die Ortsfeuerwehr Brackede 40 Einsatzkräfte und 18 einsatzbereite Atemschutzgeräteträger - die Einsatzbereitschaft des neuen Löschfahrzeuges ist jederzeit sichergestellt. Das Fahrzeug wurde von der Ortsfeuerwehr in über 500 Arbeitsstunden komplett umgebaut: LED-Beleuchtung, Einschub für die Tragkraftspritze, neue Verkabelung und neue Geräte, die vom Förderverein beschafft wurden. Bürgermeister Dennis Neumann und Stadtbrandmeister Falk Bardenhagen dankten der Feuerwehr und dem Förderverein für die geleistete Arbeit. Ortsbrandmeister Thorsten Rick nahm den symbolischen Schlüssel für das Löschfahrzeug entgegen. Er dankte seiner Feuerwehr und besonders Oliver Schmidt, der das "Projekt" vorangetrieben und koordiniert hat. Die ersten Einsätze wurden mit dem Fahrzeug bereits abgearbeitet - im Vergleich zum Vorgängerfahrzeug ein Quantensprung für die Ortsfeuerwehr!

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