Das Bild zum Sonntag …

Heute ist nicht (wie in den letzten Wochen üblich) die Zeit für ein „Sonnenscheinfoto“ der Feuerwehr Bleckede.
In einer Zeit, in der tausende Einsatzkräfte seit Tagen gegen die Folgen des Extremunwetters im Westen Deutschlands ankämpfen, wäre das absolut unpassend.

In Bleckede sind wir „Hochwassererprobt“ – nach vier „Jahrhunderthochwassern“ an der Elbe wissen wir, wie die Elbe uns herausfordert.
Das erste Extremhochwasser im Jahr 2002 traf uns relativ unvorbereitet. Mit provisorischen Dämmen wurde der größte Teil der Orte geschützt.
Jetzt ist bis auf den Heisterbusch und die Bleckeder Elbstraße das gesamte Stadtgebiet durch einen Deich geschützt.

Trotzdem war das Hochwasser 2013 der größte Hochwassereinsatz: Die anrollenden Wassermassen drohten unsere Deiche zu überspülen. Somit wissen wir im Ansatz, was aktuell in den Katastrophengebieten gefühlt wird: Der Wille zu Helfen. So funktionieren nicht nur die Feuerwehren – in allen Hilfsorganisationen ist diese Grundeinstellung der Motor unseres Handelns. Wir wollen helfen und wir können helfen.
Bis zur Erschöpfung – und wie bei vier Einsatzkräften im Hochwassergebiet bis zum letzten Atemzug.
Insbesondere die Nachricht über Einsatzkräfte, die bei der Katastrophenhilfe ihr Leben gelassen haben, macht uns betroffen – auch die aktuell über 140 Opfer der Katastrophe spiegeln das Ausmaß dieses Unwetters wieder.
An der Elbe hat uns bei den letzten Hochwassern unsere Vorbereitungszeit geholfen: Bei Extremregenfällen in Tschechien und Sachsen können wir die Pegelentwicklung beobachten. Wenn sich für unseren Elbabschnitt eine Bedrohung abzeichnet, haben wir noch eine knappe Woche Zeit um im Rahmen der Hochwassereinsatzplanung die erforderlichen Maßnahmen zu treffen.

Wenn das Wasser Bleckede erreicht, stehen die Sandsäcke bereits am Deich!

Anders in den aktuellen Katastrophengebieten: Die Berge kanalisieren die enormen Regenmengen zu Sturzbächen – da bleibt kaum Vorbereitungszeit.
Den Einsatzkräften bleiben die Maßnahmen nach der Flutwelle: Retten von Menschen, Tieren und dem, was das Wasser verschont hat.

Liebe Bleckeder, genießt die Zeit an unserer schönen Elbe. Unsere Hochwasser kommen langsam – dann aber mit viel Kraft. Die Rettungskräfte in den aktuellen Überflutungsgebieten hatten diese Zeit nicht. Seht in den Einsatzkräften, Soldaten, Polizisten und Helfern im Katastrophengebiet das, was sie sind:
Es sind die Helden unserer Zeit!
An alle Helfer im Einsatzgebiet: Haltet durch und kommt gesund wieder nach Hause.

Das ist jetzt viel mehr Text als geplant – Wir wünschen Euch ein weiterhin sonniges Wochenende und passt auf Euch auf!

Das Foto vom 11.06.2013 zeigt die überflutete Elbstraße – am Fahnenmast weht weiterhin der Bleckeder Löwe!

 

 

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