Barförde: Brennt Scheune [Update 13.09.2010]

Einsatz Nr. 68
am 12.09.2010, 20:01
Einsatzstichwort:
Brennt Scheune
Einsatzort:
Barförde, SG Scharnebeck
Feuerwehr(en)/ Einheiten :
FF Barförde
FF Hitbergen
FF Hohnstorf
FF Wendewisch (E-02)
Nachalarmierung 20:11
FF Artlenburg
FF Lüdershausen
FF Brietlingen
FF Garlstorf  (E-03)
Nachalarmierung DLK Bleckede über Telefon (Feuerwehrhaus besetzt) 20:19
FF Bleckede (E-48)
Nachalarmierung 21:16:
FF Scharnebeck
Lage/ Maßnahmen:
Einsatzstichwort: Feuer in Scheune
Während der Anfahrt: Rettungsdienst dazu – eine verletzte Person

Erste Lage: Feuer greift auf Reetdach über – 2. Zug SG Scharnebeck nachalarmieren
FF Garlstorf mit 1/8 am Feuerwehrhaus – zur Unterstützung mitalarmiert
Lage 20:16: Brennt Dachstuhl Wohnhaus in voller Ausdehnung
Pressemeldung FF SG Scharnebeck:

Großfeuer zerstört Wohnhaus und Schuppen

Ein Großfeuer in Barförde sorgte am späten Sonntagabend für ein enormes Kräfteaufgebot der Feuerwehren der Samtgemeinde Scharnebeck und der Stadt Bleckede. Um 20 Uhr ging in der Feuerwehreinsatzleitzentrale ein Notruf über einen Schuppenbrand ein, der auf das benachbarte Wohnhaus überspringen zu drohte. Die Hauseigentümerin befand sich zu diesem Zeitpunkt noch im Haus. Die ersten eintreffenden Einsatzkräfte bemerkten schnell, dass die Hauseigentümerin von den anliegenden Campern gerettet wurde und dass das Feuer bereits auf das Wohnhaus übergriff. Trotz der schnellen Löschangriffe konnten die Einsatzkräfte das Feuer nicht eindämmen. Nach kürzester Zeit stand der ganze reetgedeckte Dachstuhl in Flammen. Von allen Seiten versuchten die Einsatzkräfte, dass Feuer zu löschen. Durch die Gefahr, dass das Gebäude sowie der Schornstein einzustürzen drohte, war ein Abnehmen des Daches nicht möglich. So mussten die knapp 230 Kräfte der Feuerwehr nach fünfstündiger Löscharbeit die Arbeiten einstellen und auf den nächsten Tag hoffen. Bis auf die Feuerwehren Artlenburg und Brietlingen, die als Nachtwache vor Ort blieben um noch erreichbare Glutnester abzulöschen.

Durch die starke Rauchentwicklung wurden am direkten Brandherd Atemschutzgeräteträger eingesetzt. Insgesamt waren knapp 60 Atemschutzträger im Einsatz. Durch die ständig überraschenden, drehenden Winde wurde die Einsatzstelle von allen Seiten mit Rauch bedeckt, sodass vier Kameraden mit Verdacht auf Rauchgasinhalation ins Lüneburger Klinikum überbracht wurden.

Am folgenden Tag wurde das Abrissunternehmen TIRS aus Tespe an die Einsatzstelle berufen, diese sollten mit ihrem Abrissbagger die Glutnester freilegen und den Schornstein herunter holen, damit ein Einstürzen des Gebäudes ausgeschlossen werden konnte. Gegen 07.00 Uhr wurde die Nachtwache durch die Feuerwehren Hohnstorf und Barförde abgelöst. Diese führten dann die Nachlöscharbeiten weiter durch. Durch die Hilfe des Baggers konnten alle restlichen Glutnester freigelegt und gelöscht werden. Gegen 14:30 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Zum Einsatz kamen 8 B-Rohre und 15 C-Rohre. Der Einsatz der Drehleiter aus Bleckede konnte aus Gründen schlechter Bodenverhältnissen nicht durchgeführt werden.

Eingesetzte Kräfte:

FF Barförde, FF Hittbergen, FF Hohnstorf/Elbe, FF Artlenburg, FF Brietlingen, FF Lüdershausen,
FF Scharnebeck, FF Wendewisch, FF Garlstorf, DL FF Bleckede, GemBM Scharnebeck, stv. GemBM Scharnebeck, GW-Logistik FTZ Scharnebeck, KdoW FF Scharnebeck, StBM Bleckede, stv. PW SG Scharnebeck, ELW FF Brietlingen,

6 x RTW, SEG Lüneburg, OrgL Rettungsdienst, NEF Lüneburg

Pol, EON, Wasserverband

Anhängende Bilder © Florian Hundhausen, stv. SG-Pressewart

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