2005 Großfeuer Reetdach Wendewisch

Großfeuer in Wendewisch

Gegen 20.30 Uhr wurde eine ganze Reihe von Feuerwehren aus dem Stadtgebiet Bleckede zu einem Wohnhausbrand nach Wendewisch gerufen.
Es brannte ein Rettgedecktes Haus. Da das Feuer im Innern des Gebäudes entstand, war von außen erst einmal keine große Möglichkeit, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Dazu kamen die erschwerten Löschbedingungen durch die Bauart. Das Problem bestand darin, dass zwischen dem Reetdach und dem Wohnbereich eine Zwischendecke eingezogen war. Somit war es von innen nicht möglich, an den Brandherd zu gelangen.
Die Feuerwehren Wendewisch, Garze, Karze, Bleckede, Garlstorf, Rosenthal Brackede und Radegast sowie die erst um ca. 23.30 Uhr nachalarmierten Feuerwehren Barskamp und Göddingen, arbeiteten mit Strahlrohren und Steckleitern um direkt auf dem Dach das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Doch das zeigte nicht die gewünschte Wirkung. Das Feuer fraß sich nicht sichtbar immer weiter. In Folge darauf begann man, dass Reetdach abzunehmen und so dem Feuer die Nahrung zu entziehen. Auch die Drehleiter der Feuerwehr Bleckede wurde eingesetzt, um den Giebel zu retten. Während des ganzen Einsatzes wurden fast ausschließlich Atemschutzgeräteträger eingesetzt, weil durch das brennende Reet eine hohe Konzentration Kohlenmonooxid in der Luft war. Bis zum Ende des Einsatzes hatten 59 Trupps Atemschutz getragen. Auch die Feuerwehrtechnische Zentrale aus Scharnebeck kam zweimal zur Einsatzstelle und brachte neue Atemschutzflaschen.
Die Löscharbeiten dauerten bis ca. 3.00 Uhr morgens an. Danach begann die Wehr aus Wendewisch mit den Aufräumarbeiten. Es entstand erheblicher Sachschaden. Personen wurden zum Glück nicht verletzt.

Sebastian Barthels
Stellv. Stadtpressewart
Stadtfeuerwehr Bleckede

Bilder vom Stellv. KPW Landkreis Lüneburg

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