Am 17. Januar 1902 wurde die Freiwillige Feuerwehr Wendewisch von 18 Männer gegründet. Zum ersten Gemeindebrandmeister wurde Johannes Kubelke gewählt. Zu den ersten Aufgaben neben dem Brandschutz zählte nicht nur die Hochwassergefahr der Elbe sondern auch der Bahnverkehr mit der Kleinbahn hatte man zu tun. Wenn die Dampflok mal wieder Funken sprühte, bei der Getreideernte , oder Heuernte und den vielen Reetdächern brachten doch den ein oder anderen Einsatz. Welches vorerst mit einer Handdruckspritze von der Pflichtfeuerwehr von 1878 übernommen wurde. In dem ersten Weltkrieg von 1914 – 1918 mussten 11 Kameraden ihr Leben lassen.

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In der folgenden Zeit fehlen uns Unterlagen es hat den Anschein es würde mit dem Ersten Weltkrieg zusammen hängen , das erste Protokoll was uns vorliegt stammt aus dem Jahre 1925 am 10 Januar wo drin Geschrieben steht :

In der heutigen Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wendewisch wurde folgendes verhandelt und beschlossen :

Kassenbestand der Freiwilligen Feuerwehr – 128 M 20 Pfennig
Davon sind 100 Mark der Gemeindekasse zinslos geliehen.
Beiträge wurden für 1924 und 1925 nicht erhoben.
Es sollen 4 ordentliche Übungen stattfinden, und zwar den letzten Sonntag im März, den ersten Sonntag im Mai , Juni und September. Wer ohne Entschuldigung von diesem Übungen fernbleibt , muss 50 Pfennige Strafe entrichten. Wer von den Nachtübungen ohne triftigen Grund fern bleibt muß 5 Mark Strafe entrichten.

feuerwehrhaus_wendewisch

Eines der Feuer unterbrach die Mittagsstunde um 13 Uhr am 29.05.1928 , es brannte bei Wilhelm Burmester in Wendewisch ,diese Tageszeit ist für ein Feuer selten anzusehen. In dem 2 Weltkrieg von 1939 – 1945 kehrten 5 Kameraden aus dem Ort nicht zurück. 1950 wurde von der Gemeinde Wendewisch eine gebrauchte Tragkraftspritze angeschafft , die von der Firma Adolf Kruser, Lüneburg stammte Am 5 Januar 1952 hieß es im Protokoll wörtlich : Das fünfzig jährige Bestehen wird am 18 Januar 1952 als Kameradschaftsabend abgehalten, wozu die Nachbarwehren Barförde und Garlstorf eingeladen wurden . Nachmittags fand eine Alarmübung statt . Anschließend eine gemeinschaftliche Kaffeetafel, das heutige Programm sieht ein wenig anders aus ( in bezug auf der Alarmübung und Kaffeetafel). Ein Großfeuer bei Heinrich Röhr am 15.Februar 1956 wollte ich auch noch erwähnen laut Protokoll herrschte eine Temperatur von minus 26 ° , wo man wirklich von erschwerten Löschbedingungen sprechen kann , aber es konnte sofort Wasser gegeben werden. Eine neue Tragkraftspritze wurde 1958 der Marke Magirus angeschafft ,die ich auch noch kennen lernte und den selben Jahr bekam die Wehr ein Tragkraftspritzenanhänger. 1963 wurde das Gerätehaus bei Tetzlaf von dem heutigen Gerätehaus auf den Grundstück von Otto Meyer abgelöst, was zu derzeit wirklich eine Errungenschaft war, heutzutage nicht mehr ganz zeitgemäß ist.

Gerätehausbau 010

Im Jahre 1979 wurde der Tragkraftspritzenanhänger, wo für aus dem Ort immer einer einen Schlepper zu Verfügung stellen musste, von einem gebrauchten Fahrzeug aus Rullstorf abgelöst. Es war ein Borchwart der sehr geländefähig war. 1984 bei dem Brand in Radegast bei Kubelke da half das Fahrzeug richtig , denn die Tragkraftspritze im dunkeln auf der Buhne zutragen erwies sich schwierig und so sind wir rückwärts langsam zur Buhnenspitze gefahren.

Eine Jugendfeuerwehr wurde am 16 Juni 1979 gegründet. Zur ersten Generalversammlung der Jugendfeuerwehr waren anwesend: Ortsbrandmeister Heinz Grantin , Alfred Koch , Norbert Dreger , Heinrich Heuer und Otto Meyer.

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Zur Jugendgruppe gehörten: Michael Meyer, Andreas Meyer, Jörg Bockelmann, Axel Bockelmann, Uwe Schulte, Olaf Meyer, Ulf Meyer, Thomas Riesel, Wilfried Klinge, Walter Brede .Die Jugendfeuerwehr hatte 1983 an Mitgliedern, 20 Mädchen und Jungen, das sind Zahlen die man wieder erreichen müsste. Das Großfeuer bei Harro Meyer 1981war ein Feuer was vielen Schweinen im Wirtschaftsteil das Leben kostete, obwohl viele gerettet werden konnten .Glücklicherweise kamen keine Menschen zu schaden. Eine Sau hatte alle überlistet und sich im Kartoffelkeller versteckt, zwar mit viel Wasser aber auch Kartoffeln (Verhungern brauchte es nicht ).Im Mai 1987 wurde das Feuerwehrauto (der Borchwart) durch den Tüv stillgelegt , so das im November ein gebrauchter Ford Transit übergeben werden konnte und die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt war. Die Jugendfeuerwehr die 1979 gegründet wurde musste leider zum 31.12.1991 aufgelöst werden , es machte sich der Pillenknick bemerk bar. Aus dem Jahre 1991 möchte ich noch von einem Brand auf dem Campingplatz Schaller berichten , wo durch eine Gasverpuffung das Feuer mehrere Wohnwagen stark beschädigt und einer bis auf die Achse runter brannte. 2 Menschen erlitten schwerste Verletzungen. Das Ausbreiten des Feuers konnte nur durch schnelles Eingreifen verhindert werden und es war glücklichehrerweise windstill. Die ersten weiblichen Aktiven Mitglieder waren Annette Barwich und Anke Dreger ( Stern ) 1996 war das Jahr für die Ortswehr Wendewisch, wo es die größte Errungenschaft gab, ein neues Feuerwehrauto wurde im Juni von drei Kameraden aus Freiburg geholt und 6 September übergeben. Nach dem ersten Gemeindebrandmeister Johannes Kubelke folgten: Georg Burmester, Heinrich Kubelke, Heinrich Röhr, Adolf Schallehn, Otto Meyer, Karl Grantin, Otto Lübberstedt, Heinz Dülßner , Heinz Grantin , Norbert Dreger und Burkhard Popp bis jetzt. Die Wehr zählt heute 29 Aktive Kameraden , 7 Kameraden der Altersabteilung und 18 Förderer. Die Schwerpunkte des Brandschutzes im Ort sind die beiden Altersheime mit über 60 Bewohner , die Campingplätze mit über 260 Stellplätzen und die großen Landwirtschaftlichen Gebäude. Nicht zugvergessen sind kulturellen Veranstaltungen sowie das Osterfeuer mit etwa 300 Besuchern jedes Jahr. Die Krönung wäre nach 100 Jahren ein Schulungsraum und Sanitärenanlagen.

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