450 Feuerwehrleute üben in der Göhrde

3 Feuerwehrkreisbereitschaften üben Waldbrandbekämpfung

sü. Ein Großaufgebot an Feuerwehren traf sich in der Göhrde zu einer ge-meinsamen Waldbrandübung. Lüneburgs Kreisbereitschaftsführer Henning Banse hatte die Übung ausgearbeitet, an der 450 Feuerwehrangehörige aus den Kreisen Lüneburg, Uelzen und Lüchow-Dannenberg teilnahmen. Die Feuerwehren kamen mit 110 Fahrzeugen zum Einsatz nahe der Revierförsterei Röthen. Ein Schadenfeuer mit einer Brandausbreitung auf über einem Hektar wurde realistisch durch Feuertonnen dargestellt.

Henning Banse gab die Aufgabe an die Einsatzkräfte: „Bekämpfung eines Wald-brandes in schwer zugänglichem Gelände, bei unzureichenden Wasserverhältnissen und Problemen bei der Kommunikation“. „Die Göhrde ist eines der größten historisch zusammenhängenden Waldgebiete in Norddeutschland“, erklärte der zuständige Revierförster Hasso Both. „Hier ist die Waldbrandgefahr auf Grund des Baumbestandes und der Bodenvegetation im Sommer besonders groß“ .
Schnell stellte sich heraus, dass der Funkkontakt der Feuerwehren unterein-ander nur mit Hilfe einer aufgebauten Relaisstation  möglich ist. „Die Funkverbindungen in diesem Bereich sind sehr schwierig und wir hoffen darauf, dass dieses Funkloch mit dem neuen Digitalfunk geschlossen wird“ so Übungsleiter Banse.  Gute Dienste leisteten die Kradmelder der Feuerwehren, ohne deren Aufgabenübermittlung die Übung schwer zu koordinieren wäre.

In diesem schwer zugänglichen und unübersichtlichen Gelände mussten die eingesetzten Feuerwehren vom Flugzeug aus zu ihren Einsatzstellen geleitet werden. Dies funktionierte sehr gut. Beobachter der Übung war Reiner Baumgart, Regionaler Pressesprecher der Niedersächsischen Landesforsten. Baumgart erklärte hierzu: „Bei hohen Waldbrandgefahrenstufen ist der Flugdienst der Feuerwehr absolut sinnvoll, er kann schnell die Einsatzkräfte zum Brandort führen, dies Angebot sollte unterstützend zur Kameraüberwachung der Waldgebiete beibehalten werden“.

Die Brandbekämpfung wurde durch einen Hubschrauber der Bundespolizei aus Gifhorn mit einem untergehängten 2000 Liter fassenden Löschwasserbehälter unterstützt.

Die eingesetzten Feuerwehren aus den Landkreisen Lüneburg, Uelzen und Lü-chow-Dannenberg arbeiteten gemeinsam die Übungslage ab, dabei wurden 20 Wasserführende Fahrzeuge und über 5000 Meter Feuerwehrschlauch eingesetzt.

Die Übung wurde von einem NDR-Team begleitet und noch am gleichen Abend in NDR Hallo Niedersachsen ausgestrahlt.
Fachliche Beobachter der Großübung waren Regierungsbrandmeister Peter Adler und der Brandschutzdezernent der Polizeidirektion Lüneburg Peter Kropf. Beide waren sich einig in der Übungskritik: „Der Übungsablauf hat gut geklappt, die Aufgabenstellung wurde von den Feuerwehren gut abgearbeitet“.

Fotos: Stellv. Kreispressewart Alfred Schmidt und Stellv. Kreispressewart Rainer Schütze
Bericht: Stellv. Kreispressewart Rainer Schütze


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