Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Breetze in Dienst gestellt

Das 2010 gebraucht beschaffte Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25) der Feuerwehr Breetze sollte bereits 2022 ersetzt werden.
Die Ersatzbeschaffung war ein Tanklöschfahrzeug (TLF 3000) auf Mercedes Atego-Fahrgestell aus dem Jahr 2003.
Das ehemalige Einsatzfahrzeug aus den Niederlanden erfüllte alle Anforderungen: 3000 Liter Löschwasser, Gruppenkabine, Allradantrieb und Mittel zur Vegetationsbrandbekämpfung.
Leider begannen die Probleme mit dem Gebrauchtfahrzeug sehr bald nach der Abholung:
Fehler in der Fahrzeugelektrik mussten gelöst werden. Einige Störungen konnten die Breetzer Einsatzkräfte selber beseitigen – bei anderen musste die Diagnose durch eine Fachwerkstatt gemacht werden. Neben den Einsatzkräften war Dietrich Dehnke immer mit dabei: Der Rentner arbeitete viele Jahre als Maschinenbautechniker mit Spezialfahrzeugen – eine wertvolle Hilfe für die Breetzer.
Das defekte Gehäuse der Hochdruckpumpe konnte nicht selber repariert werden. Also wurde der komplette Hochdruckteil im Herstellerwerk in den Niederlanden demontiert. Nach den Problemen mit der Elektrik und der Pumpe musste dann noch ein Karosseriebauer einen Riss im Fahrzeugdach beheben.
Die Breetzer Feuerwehr investierte 1150 Stunden Arbeit in das Fahrzeug. Neben den ungeplanten Arbeiten mussten auch viele Gerätelagerungen neu geplant und gebaut werden. Der Umbau der „niederländischen Feuerwehrtechnik“ kostete ebenfalls einige Stunden.
Nach den vielen Problemen und den vielen Arbeitsstunden konnte das Fahrzeug am Freitag offiziell in Dienst gestellt werden:
Das Tanklöschfahrzeug hat 3000 Liter Löschwasser, zwei Wasserwerfer mit Bedienung durch das Fahrzeugdach der Mannschaftskabine, eine Reifendruckregelanlage und Selbstschutzdüsen für Flächenbrände. Auch im Bereich der Beladung sind die Breetzer jetzt besser ausgestattet: Vier Atemschutzgeräte im Mannschaftsraum, Wärmebildkamera, Hochdrucklüfter und Hohlstrahlrohre in allen Größen gehören zur Beladung.
Ein „Komfortfeature“ aus den Niederlanden ist auch noch dabei: Die komplette Dachbeladung lässt sich mit einem Schlitten auf Entnahmehöhe bringen – keiner muss mehr auf das Fahrzeugdach klettern.
Bürgermeister Dennis Neumann freute sich bei der Übergabe des Fahrzeugschlüssels mit den Breetzern:
„Ein tolles Einsatzfahrzeug mit in unserer Region einzigartigen Fähigkeiten.“ Die Stadt investierte ca. 100.000 € in das Gebrauchtfahrzeug und gute 20.000 Euro in die Umbauten und Fehlerbehebungen.
Auch Stadtbrandmeister Henning Wanke ist vom hohen Einsatzwert des „Holländers“ überzeugt: „Bereits in den Niederlanden wurde das Fahrzeug für Vegetationsbrandbekämpfung eingesetzt – das ist genau das, was wir für die Feuerwehr Breetze gesucht haben.“
Bürgermeister und Stadtbrandmeister würdigten den großen Einsatz der Breetzer für ihr „neues“ Tanklöschfahrzeug. Der Bürgermeister dankte Dietrich Dehnke mit einem Präsentkorb, Ortsbrandmeister Florian Hornig bekam eine Tafel mit den niederländischen Schlauchkupplungen vom Stadtbrandmeister.
Der Ortsbrandmeister dankte seiner Mannschaft und besonders seinem Gerätewart Felix Kluth für die viele Arbeit in den letzten zwei Jahren: „Wir wollten schon aufgeben, aber jetzt haben wir ein tolles Einsatzfahrzeug. Da steckt viel Herzblut drin und wir kennen jede Schraube.“
Bereits vor der offiziellen Indienststellung hat sich das Fahrzeug bewährt: Beim Großfeuer der Gärtnerei Seil und bei einem Schuppenbrand in Bleckede zeigte sich der hohe Einsatzwert.


Das TLF 300 der Ortsfeuerwehr Breetze


Ortsbrandmeister Florian Hornig an einem der zwei Wasserwerfer auf dem Fahrzeugdach


Zur Entnahme von Saugschläuchen und Steckleiter wird die Dachbeladung abgesenkt


Unter dem Fahrzeug sind drei Sprühbalken zum Selbstschutz


Eine manuelle Reifendruckregelanlage ermöglicht eine Anpassung des Reifendrucks an den Untergrund


Das Fahrzeug ist offiziell im Einsatzdienst der Feuerwehr Breetze. Foto von links: Bürgermeister Dennis Neumann, Ortsbrandmeister Florian Hornig, Stadtbrandmeister Henning Wanke und Stellv. Kreisbrandmeister Stephan Dick.

—

Auch Interessant?

Neue Löschfahrzeuge für Karze und Rosenthal abgeholt

Die zwei für die Feuerwehren Karze und Rosenthal bestellten Tragkraftspritzenfahrzeuge (TSF-W) wurden heute beim Hersteller abgeholt. Abordnungen der beiden Feuerwehren aus dem 3. Zug haben eine ausführliche Werkseinweisung erhalten - heute Abend werden die neuen Fahrzeuge an ihren Feuerwehrhäusern erwartet. Dann startet die Ausbildung und das Umladen der Ausrüstung. Alle Details zu den neuen TSF-W folgen bei der offiziellen Indienststellung. Allzeit gute Fahrt!

Zugdienst im Pflegeheim

Am Donnerstag war Zugdienst beim 4. Zug der Stadtfeuerwehr: Die Feuerwehren der Elbmarsch hatten die Drehleiter aus Bleckede zur Unterstützung angefordert - In einem Pflegeheim in Wendewisch wurden verschiedene Ausbildungsinhalte abgearbeitet: Die Brandmeldeanlage, der Transport von Patienten, die Aufstellflächen für die Drehleiter und eine ausführliche Begehung des Gebäudes ergaben eine umfassende Objektkunde. Kommt gut ins Wochenende!