Brennt Fahrgastschiff „Bleckeder Löwe“

Brennt Fahrgastschiff „Bleckeder Löwe“

In der vergangenen Nacht stand das im Bleckeder Hafen liegende Fahrgastschiff „Bleckeder Löwe“ in Brand.
Mehrere Anrufer meldeten über Notruf eine Explosion im Hafen und darauffolgend einen Brand an Bord des Schiffes.
Beim Eintreffen des Einsatzleitwagens stellte sich die Lage wie folgt dar:

Das Schiff lag vertaut an einem Ponton, welcher über eine ca. 20m lange Gangway zugänglich war. Der gesamte Vorplatz stand knöcheltief unter Wasser wegen der derzeit hochwasserführenden Elbe.
Das Oberdeck samt Fahrstand des Schiffes stand in Vollbrand.
Personen befanden sich augenscheinlich nicht an Bord, da der Zugangsbereich über die Gangway mit einem massiven Tor verschlossen war.
Das Feuer war im Begriff, sich auf das Unterdeck und den hier liegenden Gastronomiebereich auszubreiten.

Während das Mehrzweckboot durch die Besatzung eines LÖschgruppenfahrzeuges am Wasser- und Schifffahrtsamt zu Wasser gelassen und zur Brandbekämpfung von der Wasserseite vorbereitet wurde, erhielt parallel das den Einsatzort direkt anfahrende Tanklöschfahrzeug den Auftrag, die Brandbekämpfung mittels Wasserwerfer vorzunehmen.
Durch den Werfereinsatz wurde eine spürbare Eindämmung des Brandes erreicht.

Eine Wasserversorgung wurde sowohl von einem nahegelegenen Unterflurhydranten als auch über die Wasserentnahme aus dem Hafenbecken vom zweiten Löschgruppenfahrzeug sichergestellt.
Nach der Schaffung eines gewaltsamen Zuganges über die Gangway wurde der Werfereinsatz gestoppt und ein Innenangriff unter umluftunabhängigem Atemschutz vorgenommen.
Das MZB kam hierbei nicht mehr zum Einsatz, übernahm dann aber dafür die Sicherung für die an Bord vorgehenden Kameraden.
An Bord des Schiffes kamen je ein C-Rohr auf Unter- als auch Oberdeck zum Einsatz.
Insgesamt wurden sechs Trupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung eingesetzt.
Besondere Schwierigkeiten ergaben sich bei den Nachlöscharbeiten durch zahlreiche Brandnester hinter den Verkleidungen.
Da die Atemschutztrupps hoher körperlicher Belastung ausgesetzt waren, wurde vom Gerätewagen (GW) eine „Ruhezone“ eingerichtet, in der sich die Kameraden erholten und mit Mineralwasser versorgt werden konnten.
Der Schiffseigner erschien noch während der Löscharbeiten am Einsatzort und erlitt einen schweren Schock. Während die Erstbetreuung durch besonders geschulte Feuerwehrmänner durchgeführt wurde, wurde ein Rettungswagen alarmiert, dessen Besatzung die weitere Versorgung übernahm.
Ebenfalls an der Einsatzstelle waren Stadtbrandmeister Henning Banse sowie sein Stellvertreter Hermann Blanquett jun., die sich ein Bild von der Lage machten.

Die Einsatzleitung hatte der Bleckeder Ortsbrandmeister Axel Bormann.
Nachdem abschließend ein Gewässerverunreinigung ausgeschlossen werden konnte, wurde die Einsatzstelle gegen 04.00 Uhr der Polizei übergeben.

Eingesetzte Fahrzeuge und Kräfte:

ELW 1, TLF 16/25, LF 16/12, LF 16-TS mit MZB, GW, MTW,
Kräfte: 33 FM (SB)

StadtBM
stellv. StadtBM
Info Bürgermeister (telefonisch)

weiterhin:
1 Fz. der Tatortgruppe der Polizei und ein FuStW
1 RTW (Fa. Schulten)

Bericht: Lorenz Reimers
Archivblid: (http://www.bleckederloewe.de)
Foto 27.04.08: Carsten Schmidt

bleckeder_loewe

2008-04-27_Bleckeder_Loewe 003

Bilder von Michael Warner:

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Brand „Bleckeder Löwe“ – technischer Defek

Bleckede -Brand des Fahrgastschiffes „Bleckeder Löwe“ –
Ursache: technischer Defekt-

Ermittlungen der Lüneburger Brandermittler am heutigen Tage
ergaben, dass das Feuer auf dem Fahrgastschiff „Bleckeder Löwe“ durch
einen technischen Defekt verursacht wurde. Das Feuer brach in einem
als Abstellraum genutzten Raum in Unterdeck aus. In diesem Raum ist
auch der Dieseltank untergebracht.

Wie berichtet kam es in der Nacht zu Sonntag, gegen 01.30 Uhr, in
Bleckede zu einem Brand des Fahrgastschiffes „Bleckeder Löwe“. Es kam
zu einer Verpuffung/Explosion im Schiffsinneren.
In Folge dessen brach ein größerer Brand aus, der auf fast das
gesamte Fahrgastschiff übergriff.
Der Brand konnte schließlich durch die Feuerwehr Bleckede unter
Kontrolle gebracht werden.
Das Fahrgastschiff ist durch das Feuer völlig unbrauchbar geworden
und es entstand ein Schaden von mehreren 100.000 Euro.
Nach Auskunft der Feuerwehr traten keine gefährlichen Flüssigkeiten
aus, die die Elbe hätten kontaminieren können.

28.04.2008, 14:48 Uhr
Polizeiinspektion Lüneburg
Pressestelle
Thomas Glieze