Kommunikationsgruppe

Im Jahre 2001 wurde auf Stadtfeuerwehrebene eine Kommunikationsgruppe ins Leben gerufen. Zu diesem Entschluss kam man auf Grund folgender Erkenntnisse: Im Falle eines größeren Schadensereignisses bzw. einer Katastrophe werden erfahrene Sprechfunker in ausreichender Anzahl benötigt.
In diversen Übungen, darunter eine Stabsrahmenübung „Hochwasser“ an der Katastrophenschutzschule des Bundes in Ahrweiler, wurde erkennbar, dass für einen solchen Fall erfahrene Sprechfunker benötigt werden. Auf Initiative der Kreisfeuerwehrführung sollte jede Samt- bzw. Einheitsgemeinde und Stadt des Landkreises Lüneburg eine eigene Kommunikationsgruppe aufstellen.

In einer Kommunikationsunterweisung an der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) des Landkreises Lüneburg in Scharnebeck wurden Sprechfunker ausgebildet. Angelehnt an die Feuerwehrdienstvorschrift 100 (FwDV) “Führung und Leitung im Einsatz” wurde die Arbeit einer Technischen Einsatzleitung, den Betrieb des Abrollbehälters „Einsatzleitung“ und die Inbetriebnahme der mittlerweile in jeder Gemeinde zur Verfügung stehenden Einsatzleitwagen (ELW) ausgebildet.

Zu den Aufgaben der Kommunikationsgruppe gehören die Abwicklung und Dokumentation von Befehlen, Meldungen und Informationen. Diese können Mündlich, Fernmündlich oder Schriftlich
übertragen werden.
Für diese Aufgaben sind die Einsatzleitwagen mit diversen Kommunikationsmittel ausgestattet:
Funkgeräte, Telefon, Telefax, PAXON (ähnlich Chat) sowie Computer, Drucker und Kopierer.
Darüber hinaus verfügen die Fahrzeuge über eine eigene Stromversorgung, so das sie ohne die ortsgebundene Stromversorgung arbeiten können.

Die erste Bewährungsprobe bekamen die Kommunikationsgruppen bereits im August 2002 beim „Jahrhunderthochwasser“ der Elbe. Im Einsatzabschnitt Bleckede wurde die Einsatzleitung von der Kommunikationsgruppe Bleckede und diversen „Funkern“ aus den anderen Ortswehren, für über eine Woche „rund um die Uhr“ betrieben.
Inet 003

Beim Hochwasser 2006 wurde ebenfalls eine eigene Einsatzleitung für das Stadtgebiet Bleckede eingerichtet. Mit Unterstützung der Kommunikationsgruppe aus Dahlenburg wurden die Einsätze
in vier Unterabschnitten koordiniert. Auch die Material- und Personalanforderungen sowie Verpflegung (600 Kräfte) wurden in Zusammenarbeit mit der Technischen Einsatzleitung (TEL) in Scharnebeck abgearbeitet.

Auch bei größeren Schadensereignissen wie Gefahrguteinsätze, Verkehrsunfälle, Brandeinsätze oder
Unwetter (Orkan „Kyrill“) wurde die „Spezialeinheit“ angefordert, um die Einsatzleitung mit ihren ausgebildeten Kräften zu unterstützen. Die Kommunikationsgruppe ist über Funkmeldeempfänger (FME) und per SMS alarmierbar.
Inet 02

Die Kommunikationsgruppe der Stadtfeuerwehr Bleckede wird gebildet von Kameraden/innen aus Feuerwehren des Stadtgebietes und hat eine Stärke von 11 Mitgliedern.
Die Gruppe wird geführt vom Löschmeister Holger Foelske (FF Wendewisch), sein Stellvertreter ist der aus Bleckede kommende Carsten Gieseler.
Weitere neun Kameradinnen und Kameraden kommen aus den Feuerwehren Bleckede, Göddingen, Garze, Karze, Rosenthal, und Garlstorf.

Die Kommunikationsgruppe trifft sich alle vier Wochen zum zweistündigen Übungsdienst.
Dazu kommen noch Übungen mit anderen Komm-Gruppen, Fachbereichen (Ölabwehr, Gefahrgut), Zügen und mit der Technischen Einsatzleitung (TEL).