Die Züge der Stadtfeuerwehr Bleckede


Gemeint ist hiermit nicht die Eisenbahn. Es handelt sich um die Aufteilung der 13 Ortswehren im Stadtgebiet Bleckede.

Im September 2003 auf der Delegiertenversammlung der Kreisfeuerwehr Lüneburg hat der damalige Kreisbrandmeister Werner Meyer verkündet, dass im Kreisgebiet Lüneburg die Ortswehren zu einzelnen Zügen innerhalb der Gemeinde zusammengefasst werden sollen. Der Hintergrund war nicht, kleinere Feuerwehren aufzulösen, genau das Gegenteil war beabsichtigt. Der Grund war die Schlagkräftigkeit der Feuerwehren bei Einsätzen zu jeder Tageszeit zu gewährleisten bzw. zu erhöhen. Die oftmals großen Entfernungen vom Arbeitsplatz zum Wohnort, die immer größer werdenden Belastungen im Berufsleben und die unsichere Arbeitsmarktsituation entwickeln sich mehr und mehr zum Problem der einzelnen Feuerwehrmitglieder.
Die Feuerwehren der Stadt Bleckede waren mit die ersten, die im Kreisgebiet in ihrer Gemeinde Feuerwehrzüge aufgestellt haben. Bleckede verfügt derzeit über vier Feuerwehrzüge. Die Feuerwehren Walmsburg, Alt-Garge, Barskamp und Göddingen  bilden den ersten, die Feuerwehren Bleckede und Breetze  den zweiten, die Feuerwehren Garze, Karze und Rosenthal den dritten, die Feuerwehren Radegast, Brackede, Garlstorf und Wendewisch den vierten Zug. Es werden gemeinsame Übungen innerhalb der einzelnen Züge abgehalten, um das Zusammenspiel von Mannschaft und Einsatzmittel zu optimieren. Bei Großschadenslagen wird ein kompletter Zug nachalarmiert, um auch in fremden Gebieten schnell und vor allem durch gut ausgebildete Einsatzkräfte helfen zu können.

Der trockene Sommer des Jahres 2006  führte zum Brand eines Stoppelfeldes wobei sich das Feuer schnell bis in einen angrenzenden Wald ausbreitete. Die ortsansässigen Einsatzkräfte mussten nach stundenlanger Einsatzzeit abgelöst werden. Da alle Feuerwehren der Gemeinde Scharnebeck im Einsatz eingebunden waren, wurde die überörtliche Hilfe der Stadtfeuerwehr Bleckede angefordert. Um im Stadtgebiet Bleckede die Einsatzfähigkeit nicht zu schwächen, alarmierte man nur die Feuerwehren, deren Fahrzeuge kein „Wasser an Bord“ haben. Unter der Leitung des Stellv. Stadtbrandmeisters Hermann Blankquett wurde im Verband mit ca. 70 Einsatzkräften die Einsatzstelle in Rullstorf angefahren. Auch hier kam nach kurzer Besprechung die Zugeinsatzform zum tragen. Es war nötig die vorhandenen Kräfte auszutauschen und das Feuer, was sich mittlerweile in einem Waldstück regelrecht festgefressen hatte, von zwei Seiten zu bekämpfen. Es wurden zwei Züge unter Leitung von Thorsten Meyer und Rainer Kastens aufgestellt. Der eine Zug bekämpfte das Feuer von der südlichen Seite und der andere Zug aus nördlicher Richtung.
Wieder wurde deutlich, dass durch die Zugeinsatzform ein schneller und gut organisierter Einsatz ablaufen konnte.
Auch bei verschiedenen Großbränden im Stadtgebiet kamen die gebildeten Züge in den letzten Jahren immer öfter zum Einsatz.
Im Frühjahr 2007 fand die erste Übung außerhalb des eigenen Ortes einer jeden Ortswehr statt. D. h. in Radegast wurde ein Brand simuliert und nicht der ortsansässige Zug kam zum Einsatz, sondern ein anderer wurde alarmiert und hat in einem fremden Gebiet die Zugeinsatzform üben können. Die gleiche Lage bekamen an zwei verschiedenen Tagen jeweils der erste und am nächsten Tag der dritte Zug als Schadenslage zur Aufgabe.

 

 

Die Ortsfeuerwehren der Stadt Bleckede sind in vier Einsatzzüge gegliedert:

 

Zug I

Alt Garge

Barskamp

Göddingen

Walmsburg

 

 

Zug II

Bleckede

Breetze

 

 

Zug III

Garze

Karze

Rosenthal

 

 

Zug IV

Brackede

Garlstorf

Radegast

Wendewisch

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